Software Hardware IT-Dienstleistungen Service

VoIP Telefonanlage | Umstellung ISDN auf IP | Telekom

VoIP-Telefonanlage f├╝r Ihr Unternehmen – Umstellung von ISDN auf IP der Telekom

Das Festnetz in seiner jetzigen Form wird es bald nicht mehr geben: Bis 2018 stellt die Telekom deutschlandweit alle ISDN-Anschl├╝sse auf IP-Telefonie um. Schon heute findet die ├ťbertragung von Sprache bei der Telefonie nur noch als digitaler Voice over IP Datenstrom durch die Internetverbindung statt ÔÇô ohne dass es sich f├╝r die Nutzer bemerkbar machen w├╝rde. Bereits seit 2015 stellt die Deutsche Telekom ihre bestehenden ISDN-Kunden auf die neue IP-Technologie um und verschickt per Brief K├╝ndigungen an Kunden, die noch alte Vertr├Ąge ├╝ber ISDN-Leitungen besitzen.

Im folgenden Beitrag erfahren Sie alles Wichtige, was Sie in diesem Zusammenhang wissen sollten.

Was bedeutet IP und was ist IP-Telefonie?

IP-Telefonie (Internet-Protokoll-Telefonie) wird auch als Internettelefonie oder Voice over IP (VoIP) bezeichnet und bezieht sich auf das Telefonieren ├╝ber Computernetzwerke, die nach Internetstandards aufgebaut sind. Typische Informationen der Telefonie, wie Sprache und Steuerinformationen, werden zum Beispiel f├╝r den Aufbau einer Verbindung in kleinen Datenpaketen ├╝ber ein Datennetz zum Empf├Ąnger ├╝bertragen. Die Verbindung zwischen den Gespr├Ąchsteilnehmern wird dabei ├╝ber Computer, auf IP-Telefonie spezialisierte Telefonendger├Ąte oder klassische Telefone hergestellt, welche ├╝ber besondere Adapter angeschlossen sind.

Bei IP-Telefonie handelt es sich um eine Technologie, mit welcher der Telefondienst auf IP-Infrastruktur realisiert und somit die veraltete Telefontechnologie mit ISDN und anderen Komponenten ersetzt werden kann. Das Ziel besteht dabei darin, Kosten durch ein einheitlich aufgebautes und betriebenes Netz zu reduzieren. Weil die klassischen Telefoniesysteme bereits seit langer Zeit eingesetzt werden und der Wechsel zur IP-Telefonie mit einem hohen Kostenaufwand verbunden ist, handelt es sich bei der Umstellung um einen allm├Ąhlichen, gleitenden Prozess, der von der Deutschen Telekom im Jahr 2015 eingeleitet wurde. Aus diesem Grund existieren sowohl die veraltete ISDN- als auch die neue IP-Technologie f├╝r einen bestimmten Zeitraum parallel: L├Âsungen, die beide Telefoniesysteme miteinander verbinden, werden ben├Âtigt. Dar├╝ber hinaus muss eine gezielte Planung des Systemwechsels unter Ber├╝cksichtigung entsprechender M├Âglichkeiten zur Kosten- und Leistungsoptimierung erfolgen.

Wann wird Ihr ISDN-Anschluss umgestellt?

Die Umstellung von ISDN auf IP erfolgt in mehreren Schritten. Zu der ersten Gruppe geh├Âren diejenigen, die eine Kombination aus Telefon- und VDSL-Anschluss haben, da die Telekom zeitgleich zur IP-Umstellung ebenfalls mit einer Erneuerung des VDSL-Netzes begonnen hat. Anstelle des VDSL soll der Datenturbo VDSL2 mit Geschwindigkeiten bis zu 100 Mbits/s eingef├╝hrt werden. Weil hierzu allerdings die gesamte Bandbreite ben├Âtigt wird, stehen Analogtelefonie und die ISDN-Technik im Weg. Schon seit 2016 wird dieser Schritt zusammen mit der IP-Umstellung vollzogen. Seit Anfang 2017 werden die Anschl├╝sse der ├╝brigen DSL-Kunden umgestellt: Die Telekom unterscheidet hier nicht zwischen privaten Haushalten und gesch├Ąftlichen Kunden mit ein bis zwei Telefonanschl├╝ssen, wie es bei Handwerksbetrieben oft ├╝blich ist. Unternehmen, die eine kleinen ISDN-Anlage mit wenigen Telefonen besitzen, werden sich darauf einstellen m├╝ssen, dass ihre Anlage bald nicht mehr mit dem IP-Anschluss kompatibel ist.

Wie funktioniert die Umstellung auf VOIP? Wird eine bestimmte Telefonanlage ben├Âtigt?

Reine Analog- und ISDN-Anschl├╝sse werden von der Telekom umgestellt, ohne dass die Kunden etwas davon bemerken: Bei Festnetzanschl├╝ssen, ├╝ber die auch DSL genutzt wird, m├╝ssen die Frequenzbereiche verf├╝gbar gemacht werden, die bisher vom analogen Anschluss oder ISDN-Anschluss besetzt waren, um an zus├Ątzlicher DSL-Bandbreite zu gewinnen. Die Sprache wird deshalb auf der Benutzerseite durch den Router mit integrierter VoIP-f├Ąhiger Telefonanlage in IP-Pakete umgewandelt. Wenn Sie Ihr Internet und Telefon bei einem Konkurrenten der Telekom beziehen, ist es sehr wahrscheinlich, dass Sie bereits die IP-Telefonie verwenden, weil Anschluss-Leitungen zum Kunden (TAL) von der Telekom gemietet werden, wodurch der Aufbau und Betrieb dezentraler Telekom-Vermittlungsstellen eingespart wird. Anbieter von Internetanschl├╝ssen, welche ├╝ber TV-Kabelanschluss laufen, haben bereits von Anfang an eine ├Ąhnliche Technik verwendet.

Bei der IP-Telefonie wird das Telefon nicht an die TAE-Dose der Telefondose an der Wand, in die ISDN-Box oder in einen Splitter gest├Âpselt, sondern in das entsprechende Kabelmodem oder den DSL-Router. An dieser Stelle werden die vom analogen Telefon in elektrische Impulse umgewandelten Schallwellen komprimiert und bei Bedarf ├╝ber das Internet-Protokoll zum Telefon-Server des Anbieters verschickt. Hier werden die Daten mit dem Gespr├Ąchspartner ausgetauscht. Wenn dieser keine IP-Telefonie verwendet oder Kunde eines anderen Anbieters ist, werden die Informationen mittels ├ťbergangspunkt ÔÇô auch Gateway genannt ÔÇô in das herk├Âmmliche Telefonnetz geleitet.

Damit Sie zu jedem Zeitpunkt telefonisch erreicht werden k├Ânnen, muss der Router dauerhaft online bleiben. Um das zu gew├Ąhrleisten, wird bei einigen Anbietern eine zweite Verbindung aufgebaut, die sogenannte PPPoE-Session, welche ausschlie├člich dem Telefonverkehr dient. Die Telekom ist einer der Anbieter, welcher die normale Online-Verbindung auch f├╝r die Telefonie verwendet. Die VoIP-Datenpakete werden vom Router und den Netzkomponenten priorisiert, um auch bei hohen Belastungen st├Ârungsfreies Telefonieren zu erm├Âglichen. Werden keine Gespr├Ąche gef├╝hrt, kann die VoIP-Bandbreite meist vollst├Ąndig f├╝r andere Internetanwendungen benutzt werden ÔÇô ein Vorteil gegen├╝ber der herk├Âmmlichen Telefonie.

Um eine vorhandene ISDN-Anlage an einem reinen DSL-IP-Anschluss weiterhin nutzen zu k├Ânnen, ben├Âtigen Sie einen All-IP-f├Ąhigen Router mit mindestens einer ISDN-Schnittstelle. Sollten Sie bereits einen Router haben, so ist zu ├╝berpr├╝fen, ob dieser f├╝r etwa 100 Euro All-IP-f├Ąhig gemacht werden kann. Falls das nicht m├Âglich ist, m├╝ssen Sie einen solchen Router erwerben, der ├╝ber Anschl├╝sse f├╝r ISDN, analog und Fax verf├╝gt. Telefone, egal, ob schnurlos oder mit Kabel, k├Ânnen nach der Umstellung ├╝ber IP genutzt werden, indem sie in der Telefonbuchse des Routers eingesteckt werden. Wenn Ihr Router eine ISDN-Buchse besitzt, k├Ânnen auch ISDN-Telefone weiter verwendet werden. Falls keine entsprechende Buchse vorhanden ist, kann ein externer ISDN-Adapter Abhilfe schaffen. Ihr Faxger├Ąt kann ebenfalls ├╝ber IP Faxe verschicken. Damit das m├Âglich ist, muss das Faxger├Ąt an einem analogen Anschluss des Routers angeschlossen werden. Bei Faxger├Ąten an einem ISDN-Adapter wird h├Ąufig eine Umverkabelung oder Umprogrammierung notwendig. Um von einer stabilen Fax├╝bertragung zu profitieren, ist es oft ratsam, die maximale ├ťbertragungsrate am Ger├Ąt herunterzuschalten.

Neuere Anlagen erm├Âglichen oftmals sowohl ISDN- als auch IP-Anschl├╝sse, sodass keine neue Hardware ben├Âtigt wird. Die gro├čen Hersteller haben in den vergangenen Jahren hybride Anlagen entwickelt. Seit 2016 werden f├╝r gr├Â├čere Unternehmen Zwischenl├Âsungen wie Router und Gateways von der Telekom angeboten, um selbst ├Ąltere Anlagen noch ├╝ber IP betreiben zu k├Ânnen. Bereits bestehende Vertr├Ąge werden meist entweder der neuen Technik zu g├╝nstigeren Konditionen angepasst oder es werden neue Vertr├Ąge angeboten.

Wenn Sie bereits im Besitz eines Routers mit Telefonfunktion sind, k├Ânnen Sie diesen weiterhin verwenden. Dazu geh├Âren unter anderen die Fritzbox-Modelle mit Telefonbuchse; Ger├Ąte, deren Modellbezeichnung mit der Ziffer 7 beginnt. Modelle, die mit einer 3 beginnen, verf├╝gen ├╝ber keine direkte Telefonunterst├╝tzung. Mit der passenden FRITZ!App Fon kann via Smartphone im eigenen WLAN-Bereich gesprochen werden.

Anlagen, die ├Ąlter als f├╝nf Jahre sind, k├Ânnen in der Regel nicht umger├╝stet werden oder die Kosten hierf├╝r w├Ąren zu hoch. In diesem Fall k├Ânnte es sich lohnen, wenn statt einer neuen, station├Ąren Telefonanlage der gleiche Service aus dem Internet bezogen, aus der Cloud gemietet wird.

Informationen zur IP-Umstellung im Erkl├Ąrvideo der Telekom:

Voice over IP separat vom Internetzugang

VoIP funktioniert nur mit einer Onlineverbindung┬áÔÇô das Angebot kann jedoch auch ├╝ber reine VoIP-Anbieter bezogen werden. Hier wird der Telefonanschluss ÔÇô im Gegensatz zur g├Ąngigen Kombination bestehend aus Telefon- und Internetvertrag ÔÇô getrennt von der Onlineanbindung angeboten. Wenn beide Dienstleistungen separat voneinander in hinsichtlich der verschiedenen Preise verglichen werden, k├Ânnen Sie Geld sparen oder einen leistungsst├Ąrkeren Anschluss finden. Beim Wechsel des Internetproviders entf├Ąllt au├čerdem die Rufnummernportierung, welche stets mit einem gewissen Risiko verbunden ist.

In unserem gro├čen Anbieter-Vergleich erfahren Sie mehr zu diesem Thema.

Wen betrifft die IP-Umstellung?

Bis 2018 alle klassischen Telefonanschl├╝sse ersetzt worden sind, werden die Kunden schrittweise dar├╝ber informiert, wann bei ihnen die Umstellung stattfindet. Der Zeitpunkt h├Ąngt dabei von der Art des Anschlusses und der Laufzeit des Vertrags ab. In gut 50 deutschen Gro├čst├Ądten wie Hamburg, M├╝nchen und Berlin fand die Umstellung bereits im Jahr 2016 statt, seitdem folgen auch kleinere Orte. In diesem Rahmen k├╝ndigt die Telekom auch Vertr├Ąge. Kunden, die entweder „Double Play“ (also Telefon und Internet) oder „Triple Play“ (Telefon, Internet und Fernsehen) unter einem klassischen Festnetz- oder ISDN-Anschluss nutzen, sind hiervon betroffen.

Wer hingegen nur einen analogen Telefonanschluss besitzt, bekommt von der Umstellung nichts mit: Die Umstellung l├Ąuft im Hintergrund ab. Es wird kein neuer Vertrag und keine neue Technik ben├Âtigt. F├╝r ISDN-Anschl├╝sse, die nur die Telefonfunktion nutzen, gilt das Gleiche.

Wenn Sie schon einen Router haben, sollten Sie ├╝berpr├╝fen, ob dieser VoIP-f├Ąhig ist. Ist dies nicht der Fall, m├╝ssen Sie sich ein neues Modell zulegen: Das Ger├Ąt kann entweder beim Provider gemietet oder gekauft werden. Wenn Sie ein Ger├Ąt selbstst├Ąndig kaufen, sollten Sie darauf achten, dass Ihre technischen Anforderungen erf├╝llt werden. So k├Ânnen beispielsweise f├╝r Auslandsgespr├Ąche alternative Anbieter eingestellt werden. Funktionen, wie diese, sind bei den Routern der Provider oftmals gesperrt, seit Aufhebung des Routerzwangs ist dieses Problem jedoch eher unbedeutend.

Der Vorteil von IP gegen├╝ber ISDN

Wenn der klassische leitungsvermittelte analoge oder ISDN-basierte Telefondienst, der ein relativ breites Frequenzspektrum auf den Kupferdoppeladern der Anschl├╝sse belegt, abgeschaltet wird, k├Ânnen diese freien Kapazit├Ąten f├╝r DSL-Signale genutzt werden. Dadurch kann die Reichweite und die Geschwindigkeit des Anschlusses erh├Âht werden: Bei rund 80 Prozent der Anschl├╝sse 2018 verspricht die Telekom eine Datenrate von mindestens 50 Mbits/s. Stellenweise sollen sogar Spitzengeschwindigkeiten von 250 Mbits/s ├╝ber die Super-Vectoring-Technik im Download und 50 Mbits/s im Upload erm├Âglicht werden. Letzterer wird immer bedeutender, weil Nutzer zunehmend Bilder und Videos in den sozialen Medien hochladen und nicht mehr nur Daten beziehen m├Âchten. Da in Hauptkabeln mehrere tausend Teilnehmeranschlussleitungen eng zusammengefasst werden k├Ânnen, wirkt das Vectoring dem ├ťbersprechen zwischen benachbarten Teilnehmeranschlussleitungen entgegen. Die Reichweite bezeichnet die maximale Entfernung zwischen der Vermittlungsstelle und der Wohnung des Nutzers, bei welcher DSL bis zu einer bestimmten Geschwindigkeit realisierbar ist.

Ein weiterer Vorteil der IP-Telefonie ist die zentrale B├╝ndelung der Technik an wenigen Stellen. F├╝r die ISDN-Technologie muss der Telekommunikationsanbieter ein dezentrales Netz von Telefon-Vermittlungsstellen betreiben. Mit der Umstellung auf die neue Technologie geht demzufolge eine enorme Kostenersparnis einher. Werden die DSL-Gegenstellen, auch als DSLAMs bezeichnet, aus den Vermittlungsstellen heraus in die Verteilerk├Ąsten am Stra├čenrand verlagert, k├Ânnen die meisten Vermittlungsstellen-Standorte geschlossen und verkauft werden. Folglich ist das Interesse der Telekom gro├č, m├Âglichst viele Kunden so bald wie m├Âglich auf IP-Telefonie umzustellen: Bis zum Ende des Jahres 2018 sollen alle Telefonanschl├╝sse auf Voice over IP umgestellt worden sein.

F├╝r eine noch h├Âhere Geschwindigkeit als beim Super Vectoring und eine optimierte Leistung auch bei langsameren Leitungen hat die Telekom im M├Ąrz 2015 ein von Huawei produziertes DSL/LTE-Hybrid-Ger├Ąt auf den Markt gebracht. Bei Bedarf wird die DLS-Verbindung mit dem LTE-Netz kombiniert. Um dieszu erm├Âglichen, wurde im Router ein Chip integriert. Dieser erkennt, wann LTE zugeschaltet werden muss und regelt die Datenstr├Âme. Mit diesem Hybrid-Router sollen Geschwindigkeiten bis zu 550 Mbits/s erm├Âglicht werden. Der Vorteil hierbei besteht darin, dass auf diese Weise auch kleine und mittlere Unternehmen mit einer schlechten DSL-Verbindung von einem schnelleren Anschluss profitieren k├Ânnen. Beworben wird dieses Angebot von der Telekom als „Magenta Hybrid Tarif“.

Weitere Vorteile der IP-Technologie bestehen in der Anbieter- und Ger├Ąteunabh├Ąngigkeit. Bei einigen Providern ist es beispielsweise m├Âglich, von jeglichen Internetzug├Ąngen aus ├╝ber ein Kundencenter IP-Telefonie-Einstellungen wie Rufumleitungen oder Sperren von Rufnummern im Browser vorzunehmen. Auch die erheblich bessere Qualit├Ąt der ├ťbertragung bei der digitalen Telefonie spricht ebenfalls f├╝r die Umstellung auf IP.

Ein IP-Telefoniezugang ist nicht an nur eine feste physische Telefonleitung gebunden, weshalb er sich mit der passenden Hard- und Software von jedem Internetzugang aus verwenden l├Ąsst. Diese VoIP-Software gibt es f├╝r fast alle Smartphones, sodass es selbst unterwegs im Ausland mit einer Mobilfunk-Datenverbindung oder WLAN m├Âglich ist, auf dem Handy unter der eigenen Festnetznummer erreichbar zu sein und Gespr├Ąche unter dem Festnetztarif zu f├╝hren. Jedoch sind viele Funktionen ÔÇô abh├Ąngig vom Provider ÔÇô aus Sicherheitsgr├╝nden nur im eigenen IP-Netz verf├╝gbar. Der VoIP-Anschluss kann dann nur innerhalb von Netzen genutzt werden, welche an einem Internetzugang desselben Providers h├Ąngen.

Gegen├╝ber der klassischen Internet-Telefonie ├╝ber Dienste wie Skype werden die Informationen der IP-Telefonie bei den gro├čen Anbietern wie der Telekom, Vodafone und O2 nicht ├╝ber das Internet geroutet, sondern nur innerhalb des eigenen Netzes. Auf diese Weise k├Ânnen die Informationen priorisiert schnellstm├Âglich zum Empf├Ąnger geleitet und Verz├Âgerungen, Aussetzer und Verbindungsabbr├╝che weitestgehend vermieden werden ÔÇô solange der der DSL-Zugang stabil ist. Die Sprachqualit├Ąt l├Ąsst sich prinzipiell mit der herk├Âmmlicher Telefonie vergleichen. Sollten die Gespr├Ąchsparteien im gleichen Netz mit Telefonen telefonieren, welche die Richtlinie G. 722 unterst├╝tzen, l├Ąsst sich noch eine erheblich bessere Qualit├Ąt feststellen, was als HD-Telefonie und bei schnurlosen Telefonen als CAT-iq bezeichnet wird.

Nachteile der IP-Telefonie

Neben zahlreichen Vorteilen der IP-Telefonie birgt die neue Technologie auch einige Schwachstellen: So kann die Qualit├Ąt der Telefongespr├Ąche erheblich besser sein als die bei herk├Âmmlichen Anschl├╝ssen, sie kann jedoch auch schwanken oder und mit Aussetzern verbunden sein. Die Gr├╝nde hierf├╝r k├Ânnen sich vielf├Ąltig gestalten. Beispielsweise k├Ânnte der Router VoIP-Daten nicht priorisieren, weshalb bei intensiver paralleler Internetnutzung zu wenig Bandbreite verf├╝gbar ist. Auch wenn die WLAN- oder Mobilfunkverbindung des Smartphones nicht ausreichend oder die DSL-Leitung instabil ist, kann es zu Qualit├Ątseinbu├čen kommen. Letzteres l├Ąsst sich in der Regel daran erkennen, dass das im Router integrierte DSL-Modem sich t├Ąglich mehrmals neu synchronisiert. Sollte dieses Problem auftreten, empfiehlt es sich, den DSL-Anbieter zu kontaktieren, damit dieser sich um die Beseitigung der St├Ârung k├╝mmert. Im Gegensatz dazu sind herk├Âmmliche Telefonanschl├╝sse gegen├╝ber St├Âreinfl├╝ssen unempfindlicher; St├Ârungen sind meist durch kurze Knackger├Ąusche erkennbar ÔÇô sie f├╝hren aber normalerweise nicht zu Aussetzern oder Gespr├Ąchsabbr├╝chen. Bei der IP-Telefonie werden Gespr├Ąchsdaten teilweise komprimiert und bez├╝glich der Sprechfrequenzen optimiert. Das kann zu Problemen mit Ger├Ąten f├╝hren, welche ans Telefonnetz angeschlossen sind und auf eine bitgenaue ├ťbertragung, St├Ârsicherheit oder auf spezielle ISDN-Funktionen angewiesen sind. Als Beispiele lassen sich hier Hausnotruf-Ger├Ąte, Alarmanlagen, EC-/Kreditkarten-Terminals sowie Faxger├Ąte nennen.

Vor dem Wechsel zu VoIP sollten Sie sich bei Ihrem Telefonanbieter und beim Ger├Ątehersteller informieren. Sprachanschl├╝sse, die ohne DSL funktionieren, sollen von der Telekom so umgestellt werden, dass sie f├╝r den Kunden weiterhin wie ein herk├Âmmlicher analoger ISDN-Anschluss funktionieren. Das Ausfallrisiko ist ein weiterer Kritikpunkt: Kabelgebundene analoge Telefone funktionieren auch bei Stromausf├Ąllen, weil die Vermittlungsstellen mit Notstromaggregaten ausgestattet sind. Ein Router kann in diesem Fall nicht mehr mit Strom versorgt werden, sodass die IP-Telefonie nicht mehr funktioniert. Um das zu verhindern, kann eine unterbrechungsfreie Stromversorgung (USV) als Puffer eingesetzt werden.

Bei IP-Telefonie dauert es ein paar Sekunden, bis das Freizeichen nach dem W├Ąhlen ert├Ânt. Der Grund daf├╝r ist, dass beim Rufaufbau via Voice over IP die Telefonnummer als Einheit an den Telefonie-Server ├╝bermittelt werden muss, statt ziffernweise: Der Router pr├╝ft nach jeder Zifferneingabe, ob eine weitere Eingabe erfolgt. Dieses Prozedere kann abgek├╝rzt werden, indem Sie nach der letzten Ziffer die Raute-Taste (#) Ihres Telefons eingeben.

Wird ISDN wirklich vollst├Ąndig ausgeschaltet?

Bereits seit Anfang 2014 sind die Pl├Ąne der Telekom bekannt. Mit Briefen sollten die Kunden vorab ├╝ber die neue Technik informiert werden. Das technisch veraltete ISDN stellt f├╝r die Telekom nur noch einen ├╝berfl├╝ssigen Kostenpunkt dar. Mit der IP-Technik k├Ânnen nicht nur Telefonie und Daten ├╝ber dieselbe Leitung bereitgestellt werden, sondern auch Kosten eingespart werden, weil die IP-basierte Netzwerktechnik in ihren Rechenzentren g├╝nstiger ist.

Auch wenn die IP-Anschl├╝sse der Telekom noch nicht vollkommen zuverl├Ąssig sind, sollten sich Unternehmen, die ISDN-Anschl├╝sse besitzen, den unabwendbaren Umstieg auf IP vorbereiten. Auf Firmenkunden geht die Telekom speziell zu und ber├Ąt Sie zu dem Umstieg. F├╝r kleinere Firmen und Betriebe sowie f├╝r Selbstst├Ąndige sollte der Umstieg ├╝ber die sogenannten Call-und-Surf-Tarife mit den wenigsten Umst├Ąnden verbunden sein.

Was kosten die neuen Vertr├Ąge?

Kunden werden mehrmals informiert, dass ein neuer Vertrag ausschlie├člich mit VoIP m├Âglich ist. Die Tarife sind dabei in der Regel nicht teurer als die vorherigen. Betroffenen Kunden wird jedoch empfohlen, verschiedene Anbieter zu vergleichen, bevor ein Vertrag abgeschlossen wird. Auf diese Weise kann Geld gespart werden, wenn auch eventuell einige Tage ohne Telefon und Internet eingeplant werden m├╝ssen.

Cloud-Telefonie als Alternative?

Spezialisten wie Nfon, Sipgate, Placetel und auch Vodafone und O2 bieten Cloud-basierte Telefonanlagen, welche zahlreiche Vorteile bergen: Zum Beispiel entf├Ąllt der Kauf neuer Hardware ÔÇô abgesehen vom IP-f├Ąhigen Telefon, das aufgrund der Umstellung in jedem Fall erforderlich wird. Au├čerdem entf├Ąllt ein langj├Ąhriger Wartungsvertrag, weil die Anlage in der Cloud als Dienstleistung gilt, weshalb die Kosten als Betriebsausgaben absetzbar sind.

Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass ein Nebenstellentelefon im allt├Ąglichen Betrieb ├╝berallhin mitgenommen und betrieben werden kann, wo ein Internet-Anschluss vorhanden ist. Bei einigen Anbietern kann die Nebenstelle sogar ├╝ber eine App auf dem Smartphone betrieben werden. Dadurch wird erm├Âglicht, dass Sie prinzipiell ├╝berall unter der B├╝ronummer erreichbar sind. Die gro├čen Netzbetreiber bereiten sich auf eine Zeit vor, in der s├Ąmtliche Kommunikation ├╝ber eine Leitung l├Ąuft, egal, ob sie in sprachlicher oder schriftlicher Form oder auch ├╝ber Daten oder Videos erfolgt ÔÇô ISDN ist dann nicht mehr notwendig.

Die gro├čen Konkurrenten der Telekom wie Vodafone, 1&1 oder O2 bieten schon seit mehreren Jahren fast nur noch IP-Anschl├╝sse an. Hier sollte der Anteil analoger Anschl├╝sse sehr gering sein. Das Angebot von Kabelanbietern, die sowohl Fernsehen als auch Telefonie verkaufen, lief schon immer digital. Es gibt also keine aktuellen analogen Alternativen zu Voice over IP mehr. Dennoch sollten Sie den Anlass der m├Âglicherweise mit der Umstellung verbundenen K├╝ndigung nutzen, um die verschiedene Angebote des Markts zu ├╝berpr├╝fen und eventuell den Anbieter zu wechseln. Mehr zu diesem Thema erfahren Sie in unserem Vergleich der zehn beliebtesten IP-Anbieter.

Fazit

Es ist sinnvoll, die Umstellung m├Âglichst fr├╝h zu planen. Wenn Sie technisch eher unerfahren sind, k├Ânnen Sie die Hilfe der Telekom oder eines anderen Spezialisten in Anspruch nehmen. So finden Sie nicht nur eine professionelle Beratung, sondern auch einen Experten, der Sie bei der technischen Umsetzung unterst├╝tzt. Sollten Sie weitere Fragen zur Umstellung von ISDN auf IP haben, k├Ânnen Sie uns jederzeit kontaktieren. Gern beantworten wir Ihnen alle Fragen und beraten Sie kompetent in diesem Zusammenhang.