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tomedo | Telematikinfrastruktur im Gesundheitswesen | Kosten | Erfahrungen | Funktionen | Test | Vergleich | Alternativen

tomedo im Überblick + Entscheidungskriterien

tomedo

  • Umfassende Auswertung
  • Persönliche Videoeinschätzung verfügbar
  • Alle Funktionen - Demos - Beratungen & Vergleiche
Auf Anfrage
Preis ab
4.2
Bewertung
Telematikinfrastruktur im Gesundheitswesen
Branche
Tom Schön
Autor, Tester
Handhabung:
Einsteiger
-
Gewohnheitstier
-
Experte
Automatisierungsgrad:
niedrig
-
mittel
-
hoch

🟦 Funktionen – Was kann die Software?

TI-Basisdienste: Die elektronische Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (eAU) lässt sich in drei Klicks erstellen und versenden, inklusive automatischer Plausibilitätsprüfung und direkter Integration zu KIM sowie Krankenkassen. Das eRezept-Handling umfasst QR-Code-Generierung mit Smartphone-Abruf, Ausdruck oder Direktversand via KIM. Die Software ermöglicht den Zugriff auf die elektronische Patientenakte (ePA) sowie das Notfalldatenmanagement (NFDM) direkt aus der Behandlungsakte heraus.

Kommunikation & Datenaustausch: Der integrierte KIM-Mailclient verarbeitet eArztbriefe, Befunde und Kurzarztberichte mit automatischer Patientenzuordnung. Ein revisionssicheres Dokumentenmanagementsystem (DMS) bietet Scanfunktionen mit OCR-Unterstützung und DSGVO-konforme Archivierung. Die TI-konforme Videosprechstunde entspricht den gematik-Anforderungen.

Praxisorganisation: Der elektronische Medikationsplan (eMP) wird automatisch aktualisiert und mit der ePA synchronisiert. Ein TSVG-konformer Terminkalender ermöglicht Online-Buchungen und ist an den Terminservice der KV angebunden. Das Live-TI-Monitoring zeigt den Echtzeit-Status aller TI-Dienste, Konnektoren und Sicherheitssysteme direkt in der Benutzeroberfläche mit Alarmfunktion bei Störungen.

Abrechnung & Finanzverwaltung: Die automatisierte Abrechnung deckt EBM und GOÄ ab, verfügt über eine KV-Connect-Schnittstelle und integrierte Plausibilitätsprüfung. Die SmartFields-Engine bietet kontextabhängige Templates und Eingabehilfen zur Dokumentationsbeschleunigung.

Technische Schnittstellen: HL7-Schnittstellen ermöglichen den Befundaustausch über LDT3 und DICOM für Labor- und Bildgebungssysteme. Eine grundlegende FHIR-API steht für Datenexporte zu Drittsystemen zur Verfügung. Eine iPad-Companion-App bietet mobilen Zugriff auf Terminübersichten und einen Dokumenten-Viewer.

🟨 Besonderheiten – Was macht tomedo einzigartig?

Native macOS-Architektur unterscheidet tomedo grundlegend von Wettbewerbern. Die Software ist vollständig in Objective-C und Swift programmiert und nutzt das Cocoa-Framework ohne jegliche Virtualisierung. Dies führt zu messbarer Performance-Überlegenheit bei Suchvorgängen und Dokumentenhandling sowie zu durchgängiger Systemstabilität ohne die typischen Kompatibilitätsprobleme virtualisierter Windows-Anwendungen.

Integriertes TI-Echtzeit-Monitoring zeigt den visuellen Live-Status von Konnektor, Sicherheitssystemen und allen TI-Diensten direkt in der Software-Oberfläche. Anders als bei konkurrierenden Lösungen, die separate Konsolen oder Tools erfordern, erkennen Praxismitarbeiter TI-Ausfälle sofort, bevor Patienten betroffen sind. Dies reduziert den Troubleshooting-Aufwand erheblich und verhindert ungeplante Behandlungsunterbrechungen.

SmartFields-Template-Engine bietet kontextbasierte, fachgebietsspezifisch anpassbare Eingabehilfen, die sich an Diagnosen, Medikation und Behandlungsverlauf orientieren. Die Dokumentation wandelt sich von repetitiver Tipparbeit zu intelligentem Ausfüllen – besonders wirksam bei standardisierten Konsultationen wie Vorsorgeuntersuchungen oder Routinekontrollen chronisch kranker Patienten.

Eigenes TI-Entwicklungsteam entwickelt alle TI-Schnittstellen selbst, statt ausschließlich auf Drittkomponenten zu setzen. Dies ermöglicht sehr schnelle Implementierung neuer gematik-Vorgaben und unabhängige Fehlerbehebung. tomedo gehörte bei eAU und eRezept zu den ersten Anbietern am Markt und kann Updates ohne Abhängigkeit von externen Entwicklern ausrollen.

Einschränkungen: Die Software funktioniert ausschließlich unter macOS. Praxen mit bestehender Windows-Infrastruktur müssen komplett umsteigen, einschließlich aller Arbeitsplätze. Das kleinere Hardware-Ökosystem führt dazu, dass nicht alle medizinischen Zusatzgeräte wie spezialisierte Langzeit-EKG-Systeme oder Sonographie-Software native Mac-Versionen besitzen. Die FHIR- und HL7-Dokumentation ist nicht vollständig öffentlich zugänglich, wodurch komplexe Integrationen häufig Projektbegleitung durch den Hersteller erfordern.

🟩 Empfehlung – Wer sollte tomedo wählen?

Apple-affine Hausarztpraxen mit 1-3 Ärzten profitieren besonders von der Lösung. Diese Praxen verarbeiten hohe Volumina an elektronischen Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen und eRezepten, haben bereits bewusst in Apple-Infrastruktur investiert und legen Wert auf moderne Bedienoberflächen sowie Systemstabilität. Die SmartFields-Engine beschleunigt die standardisierte Dokumentation bei Routinekonsultationen erheblich.

Moderne MVZ und Praxisverbünde mit 5-20 Nutzern eignen sich gut für tomedo, wenn zentrale TI-Überwachung über mehrere Behandlungsräume erforderlich ist. Die modulare Lizenzierung ermöglicht flexible Skalierung, und die schnelle Anpassung an neue TI-Vorgaben minimiert Compliance-Risiken. Die Skalierung über Mac Server (Mac mini bis Mac Studio) ist dokumentiert und praxiserprobt.

IT-affine Fachärzte mit Automatisierungsbedarf finden in tomedo eine leistungsfähige Plattform. Diese Nutzergruppe setzt AppleScript-Automatisierung für Routineaufgaben ein, schätzt die direkte REST-API und profitiert von nativer macOS-Integration wie AirPrint und iCloud. Die hohe Anpassbarkeit durch Templates ermöglicht fachgebietsspezifische Optimierungen.

Qualitätsbewusste Praxen mit TI-Compliance-Fokus erhalten durch das eigene TI-Entwicklungsteam des Herstellers schnelle Umsetzung gesetzlicher Anforderungen. Die AES-256-Verschlüsselung bietet höchste Sicherheit für Patientendaten, und monatliche Updates minimieren Compliance-Risiken. Die gematik-Zertifizierung für alle relevanten TI-Dienste ist aktuell und umfassend.

Entscheidende Auswahlkriterien:

  • Hardware-Commitment: Bereitschaft zur vollständigen Umstellung auf Apple-Hardware mit höheren Anschaffungskosten, aber längerer Nutzungsdauer und höherer Wertstabilität
  • TI-Nutzungsintensität: Je höher das Volumen bei eAU, eRezept und ePA, desto größer der Mehrwert durch integriertes Monitoring und optimierte Workflows
  • Datenmigrations-Komplexität: Umfang und Datenqualität der Altsysteme bestimmen den Zeitbedarf – bei komplexen Migrationen sollten Budget und Zeitrahmen für manuelles Mapping realistisch geplant werden
  • Support-Erwartungen: Notwendigkeit klarer Service-Level-Agreements für Notfall-Support sollte vorab geklärt werden, da diese Details nicht öffentlich dokumentiert sind

Details zur Telematikinfrastruktur im Gesundheitswesen: tomedo

Vollständige gematik-Zertifizierung charakterisiert die TI-Implementierung von tomedo. Alle aktuell relevanten TI-Dienste sind implementiert und zugelassen: elektronische Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (eAU), elektronisches Rezept (eRezept), elektronische Patientenakte (ePA), Notfalldatenmanagement (NFDM), elektronischer Medikationsplan (eMP) sowie die Kommunikation im Medizinwesen (KIM). Dies erfüllt sowohl aktuelle gesetzliche Anforderungen als auch absehbare Entwicklungen der kommenden Jahre.

Die praxisrelevante Problemlösung zeigt sich in messbaren Verbesserungen: Reduktion manueller Papierprozesse um bis zu 60 Prozent, Vermeidung von Eingabefehlern durch integrierte Plausibilitätsprüfungen und zentrale Überwachung zur Verhinderung ungeplanter Ausfallzeiten. Der eAU-Workflow spart nach Herstellerangaben etwa drei Minuten pro Vorgang gegenüber dem früheren Papierverfahren – bei 50 Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen pro Woche summiert sich dies auf mehr als zwei Stunden.

Zukunftssicherheit wird durch eine dokumentierte Roadmap für VSDM 2.0 und FHIR-basiertes ePA 2.0 gewährleistet. Monatliche Update-Zyklen garantieren schnelle Anpassung an neue gematik-Vorgaben. Das eigene TI-Entwicklungsteam ermöglicht unabhängige Weiterentwicklung ohne Abhängigkeit von Drittkomponenten-Herstellern, die bei anderen Anbietern häufig zu Verzögerungen führt.

Wissenswertes zum Anbieter: tomedo

Die tomedo GmbH mit Sitz in München hat sich als spezialisierter Nischenführer für Mac-basierte Praxisinformationssysteme etabliert. Mit einem Marktanteil von etwa 40 Prozent in diesem Segment nimmt der Anbieter die führende Position bei macOS-Lösungen für die ambulante Versorgung ein. Die Fokussierung auf diese Plattform besteht seit der Unternehmensgründung 2012 und prägt die gesamte Entwicklungsphilosophie.

Eigene TI-Kompetenz durch ein dediziertes Connector-Team unterscheidet tomedo von Wettbewerbern, die häufig auf zugekaufte Komponenten setzen. Diese Eigenentwicklung garantiert Unabhängigkeit und ermöglicht schnelle Reaktion auf gesetzliche Änderungen. Die kundenorientierte Entwicklung folgt Scrum-Methodik mit monatlichen Releases, aktiver Community-Einbindung durch Workshops und Foren sowie direktem Hersteller-Support mit TI-Expertenteam ohne zwischengeschaltete Support-Dienstleister.

Technische Details & Integration

Technologische Basis bildet eine native Cocoa-Anwendung, programmiert in Objective-C und Swift. Die SQLite-Datenbank ermöglicht schnelle lokale Datenhaltung mit AES-256-Verschlüsselung ruhender Daten. Übertragungen erfolgen über TLS 1.2 oder höher. Diese robuste On-Premise-Architektur funktioniert ohne Cloud-Abhängigkeit und gibt Praxen vollständige Kontrolle über ihre Patientendaten.

Die Schnittstellen-Realität umfasst KV-Connect, HL7-Protokolle (LDT3 und DICOM) sowie eine grundlegende FHIR-API. Einschränkung: Die API-Dokumentation ist nicht vollständig öffentlich zugänglich, und komplexe Integrationen erfordern häufig Projektbegleitung durch den Hersteller. Die Laborpartner-Profile sind weniger umfangreich als bei etablierten Windows-Marktführern, wodurch die Anbindung nicht gelisteter Labore zusätzlichen Aufwand verursachen kann.

Systemvoraussetzungen umfassen macOS 12.0 oder höher (sowohl Intel- als auch ARM-Prozessoren), mindestens 8 GB Arbeitsspeicher und SSD-Speicher sowie gematik-zertifizierte eGK-Kartenleser. Die Skalierung erfolgt horizontal über zusätzliche Mac-Server oder vertikal durch Hardware-Upgrade von Mac mini auf Mac Studio. Dokumentierte Stabilität besteht für bis zu etwa 20 gleichzeitige Nutzer. Für größere MVZ mit mehr als 20 Nutzern oder Multi-Standort-Szenarien sollten Belastungstests vorab durchgeführt werden, da Referenzinstallationen in dieser Größenordnung öffentlich nicht dokumentiert sind.

Kosten & Preismodell

Die Kostenstruktur basiert auf einer einmaligen Lizenzgebühr pro Vollnutzer, ergänzt um modulare TI-Add-ons und eine jährliche Wartungspauschale von etwa 20 Prozent der Lizenzgebühr. Dieses Modell ermöglicht flexible Skalierung ohne Zwangspakete. Hardware-Kosten für Apple-Geräte und TI-Konnektoren sind separat zu kalkulieren und liegen typischerweise höher als vergleichbare Windows-Systeme.

TCO-Faktoren müssen differenziert betrachtet werden. Höhere Anschaffungskosten für Apple-Hardware werden durch längere Nutzungsdauer (typischerweise 5-7 Jahre), höhere Performance-Gewinne und messbare Zeitersparnis kompensiert. Die eAU-Verarbeitung spart laut Hersteller etwa drei Minuten pro Vorgang. Versteckte Kosten können bei der Datenmigration entstehen, wenn Altdaten unsauber strukturiert sind und manuelles Nacharbeiten erfordern. Der mögliche Ersatz Windows-basierter medizinischer Zusatzgeräte ohne Mac-Unterstützung sollte vorab geprüft werden.

ROI-Treiber ergeben sich aus mehreren Faktoren: schnellere Liquidation durch automatisierte Abrechnung und reduzierte Fehlerquoten, Einsparungen bei Papier, Porto und Rückläufern durch digitale Prozesse sowie erhöhte Produktivität der Medizinischen Fachangestellten durch SmartFields und TI-Monitoring. Die Amortisation erfolgt typischerweise innerhalb von zwei bis drei Jahren bei intensiver TI-Nutzung und Vollauslastung der Automatisierungsfunktionen.

Migration & Umstieg auf tomedo

Realistische Projektzeiträume variieren erheblich nach Ausgangssituation. Eine Grundinstallation ohne komplexe Datenmigration dauert für kleine Praxen etwa zwei bis vier Wochen. Bei Datenmigration aus Fremdsystemen sind ein bis drei Monate realistisch, da Mapping, Datenbereinigung und Validierung zeitintensiv sind. Die Altdatenqualität ist der kritische Erfolgsfaktor – strukturierte, konsistente Daten migrieren deutlich schneller als gewachsene Systeme mit individuellen Feldern und inkonsistenter Pflege.

Datenmigration im Detail: Der CSV- und XML-Import ist grundsätzlich automatisiert, aber individuelle Felder erfordern manuelles Mapping. Standardisierte Stammdaten, Diagnosen nach ICD-10 und Medikation migrieren in der Regel problemlos. Freitextfelder, praxisindividuelle Kategorien und historische Abrechnungsdaten benötigen häufig Einzelfallbetrachtung. Eine vorab durchgeführte Datenbereinigung im Altsystem reduziert den Migrationsaufwand erheblich.

Change Management erfordert frühzeitige Mitarbeiterschulung. Der Hersteller empfiehlt zwei Halbtage Basisschulung für das gesamte Team sowie acht bis zwölf Stunden individuelle Anwenderschulung für unterschiedliche Nutzergruppen (Ärzte, MFA, Verwaltung). Eine Testphase für TI-Prozesse vor dem Go-Live minimiert Störungen im laufenden Betrieb. Die Templates sollten gemeinsam mit dem Team angepasst werden, um Akzeptanz und Effizienz zu maximieren. Die moderne Oberfläche fördert hohe Akzeptanz bei Apple-affinen Teams, während Windows-gewohnte Mitarbeiter eine längere Eingewöhnungsphase benötigen können.

Vorteile und Herausforderungen im Überblick

Vorteile:

  • TI-Excellence: Integriertes Live-Monitoring aller TI-Dienste, eigenes Entwicklungsteam und schnellste Umsetzung neuer gematik-Vorgaben minimieren TI-Ausfallzeiten und Compliance-Risiken erheblich

  • Native Performance: macOS-Architektur ohne Virtualisierung liefert spürbar höhere Geschwindigkeit bei Suchvorgängen und Dokumentenhandling sowie durchgängige Systemstabilität

  • Dokumentationseffizienz: SmartFields-Template-Engine reduziert repetitive Tipparbeit massiv und verkürzt die Einarbeitungszeit durch intuitive Oberfläche

  • Datensicherheit: AES-256-Verschlüsselung, On-Premise-Kontrolle ohne Cloud-Abhängigkeit und DSGVO-konforme Audit-Trails bieten höchsten Schutzstandard für Patientendaten

  • Unabhängige Entwicklung: Eigenes TI-Team ermöglicht schnelle Fehlerbehebung ohne Wartezeiten auf Drittanbieter-Updates

  • Monatliche Updates: Kurze Release-Zyklen garantieren zeitnahe Anpassung an neue gesetzliche Anforderungen und kontinuierliche Verbesserungen

Herausforderungen:

  • Plattform-Bindung: Ausschließlich für macOS ohne Windows-Alternative, erfordert vollständigen Infrastruktur-Wechsel mit höheren Anschaffungskosten für Apple-Hardware

  • Eingeschränktes Hardware-Ökosystem: Nicht alle medizinischen Zusatzgeräte wie spezialisierte EKG-Systeme oder Sonographie-Software bieten native Mac-Versionen

  • Integrations-Dokumentation: FHIR- und HL7-API-Dokumentation nicht vollständig öffentlich, weniger vorgefertigte Laborpartner-Profile als bei Marktführern

  • Migrations-Komplexität: Manuelles Mapping individueller Felder kann bei großen oder unsauberen Altdatenbeständen zeitintensiv werden und erfordert realistische Zeitplanung

  • Fehlende SLA-Transparenz: Konkrete Service-Level-Agreements für Notfall-Support nicht öffentlich dokumentiert, sollten vor Vertragsabschluss schriftlich vereinbart werden

  • Begrenzte Referenzen: Dokumentierte Installationen über 20 gleichzeitige Nutzer sind rar, Skalierbarkeit für sehr große MVZ sollte vorab getestet werden

Häufig gestellte Fragen zu tomedo

Funktioniert tomedo mit bestehender Windows-Hardware?

Nein. tomedo ist ausschließlich für macOS entwickelt und kann nicht auf Windows-Systemen betrieben werden. Die Software nutzt native Cocoa-Frameworks und ist in Objective-C sowie Swift programmiert. Praxen müssen vollständig auf Apple-Hardware umsteigen, typischerweise Mac mini als Server und iMacs oder MacBooks als Arbeitsplätze. Virtualisierung auf Windows-Systemen wird nicht unterstützt und ist technisch nicht möglich.

Wie aufwendig gestaltet sich die Datenmigration aus einem Altsystem?

Der Aufwand hängt wesentlich von Altdatenqualität und -umfang ab. Der Basis-Import via CSV oder XML ist automatisiert, aber individuelle Felder, praxisspezifische Kategorien und Freitextfelder erfordern manuelles Mapping. Bei sauberen, strukturierten Daten dauert die Migration zwei bis vier Wochen. Komplexe oder unsaubere Datenstrukturen können ein bis drei Monate Aufwand bedeuten. Eine vorab durchgeführte Datenbereinigung im Altsystem ist der entscheidende Erfolgsfaktor.

Sind alle medizinischen Zusatzgeräte mit tomedo kompatibel?

Nicht alle Geräte funktionieren problemlos. HL7-Standardschnittstellen wie LDT3 für Labordaten und DICOM für Bildgebung sind implementiert. Spezialisierte Geräte mit ausschließlich Windows-basierter Software können jedoch problematisch sein – beispielsweise Langzeit-EKG-Systeme, bestimmte Sonographie-Lösungen oder Spirometer mit proprietären Schnittstellen. Die Laborpartner-Profile sind weniger umfangreich als bei etablierten Marktführern. Vor dem Umstieg sollten konkrete Geräte und Laborpartner mit dem Hersteller abgeklärt werden.

Wie schnell implementiert tomedo neue TI-Vorgaben der gematik?

Sehr schnell im Branchenvergleich. Das eigene TI-Entwicklungsteam und monatliche Release-Zyklen ermöglichen zeitnahe Umsetzung neuer Anforderungen. tomedo gehörte bei der elektronischen Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung und beim elektronischen Rezept zu den ersten Anbietern mit produktionsreifer Implementierung. Die Roadmap für VSDM 2.0 und ePA 2.0 ist dokumentiert. Die Unabhängigkeit von Drittkomponenten-Herstellern beschleunigt Updates erheblich.

Gibt es garantierte Service-Level-Agreements für Support im Notfall?

Notfall-Support rund um die Uhr wird beworben, aber konkrete Service-Level-Agreements mit definierten Reaktions- und Lösungszeiten sind nicht öffentlich dokumentiert. Für Praxen mit hoher Betriebskritikalität – beispielsweise Notfallpraxen oder große MVZ – sollten diese Details vor Vertragsabschluss schriftlich vereinbart werden. Der Hersteller bietet direkten Support ohne zwischengeschaltete Dienstleister, aber die Verbindlichkeit konkreter Zeitvorgaben sollte individuell geklärt werden.

Wie gut skaliert tomedo bei wachsender Praxisgröße?

Die Software skaliert horizontal über zusätzliche Mac-Server und vertikal durch Hardware-Upgrade von Mac mini auf Mac Studio. Dokumentierte Stabilität besteht für bis zu etwa 20 gleichzeitige Nutzer in produktiven Umgebungen. Für größere MVZ mit mehr als 20 Ärzten oder Multi-Standort-Betrieb mit über 200 TI-Verbindungen sollten Belastungstests vorab durchgeführt werden. Öffentlich dokumentierte Referenzinstallationen in dieser Größenordnung sind selten, sodass eine individuelle Evaluierung mit dem Hersteller empfehlenswert ist.