Grundlegende TI-Anbindung:
Digitale Verordnungen & Bescheinigungen:
Administration & Verwaltung:
Integration & Schnittstellen:
Betriebssicherheit:
Herstellerunabhängige Middleware-Lösung – PegaMed funktioniert mit allen gematik-zertifizierten Konnektoren, eHBA und SMC-B-Karten. Diese vendor-neutrale Konzeption vermeidet die Bindung an einen Hardware-Hersteller und ermöglicht flexible Reaktionen auf Marktveränderungen. Besonders für MVZ-Verbünde mit unterschiedlicher bestehender Infrastruktur bietet diese Flexibilität messbare Vorteile bei Modernisierungszyklen.
Zero-Downtime-Updates durch Container-Technologie – Die Microservices-Architektur ermöglicht Updates einzelner Komponenten ohne Praxisstillstand. Während herkömmliche Konnektoren für Updates oft außerhalb der Sprechzeiten neugestartet werden müssen, läuft PegaMed unterbrechungsfrei weiter. Laut B&S-Whitepaper zur Container-Architektur reduziert dies ungeplante Ausfallzeiten um bis zu 70 Prozent.
Vollautomatisches Zertifikatsmanagement mit HSM – Der automatische Key-Rollover via Hardware Security Module eliminiert manuelle Zertifikatswechsel komplett. Ablaufende Zertifikate werden im Hintergrund erneuert, ohne dass IT-Personal nächtliche Notfalleinsätze fahren muss. Hersteller-Testimonials berichten von bis zu 80 Prozent weniger Ausfallzeiten durch diesen Automatismus.
FHIR-native API-First-Philosophie – Die vollständige OpenAPI-Spezifikation und SDKs für moderne PVS-Integration positionieren PegaMed als universelle Schnittstelle zwischen Praxissoftware und der sich ständig weiterentwickelnden TI. PVS-Hersteller müssen nicht bei jeder gematik-Änderung ihre Software anpassen, da PegaMed die Abstraktionsschicht bildet.
Einschränkungen – PegaMed ist eine Software-Middleware, die einen physischen TI-Konnektor nicht ersetzt, sondern dessen Funktionalität intelligent erweitert und vereinfacht. Die Lösung erfordert IT-Know-how für Container-Technologien wie Docker oder Kubernetes. Für Praxen ohne eigene IT-Abteilung können dadurch erhebliche zusätzliche Beratungskosten entstehen. Zudem fehlen derzeit BSI-Zertifikate, die für manche Behörden und kritische Infrastrukturen Ausschlusskriterien darstellen.
MVZ, MVZ-Ketten und Praxisverbünde – Einrichtungen mit mehreren Standorten profitieren von der zentralen Verwaltungsfunktion besonders deutlich. Die Mandantenfähigkeit und Skalierbarkeit durch Container-Orchestrierung ermöglichen einheitliches Management aller TI-Anschlüsse, statt Dutzende individueller Konnektor-Konfigurationen pflegen zu müssen. Die initialen Investitionskosten amortisieren sich bei dieser Zielgruppe typischerweise innerhalb von 18 bis 24 Monaten.
Größere Gemeinschaftspraxen mit eigenem IT-Personal – Organisationen mit einem IT-Administrator, der über Linux- und Docker-Kenntnisse verfügt, können den hohen Automatisierungsgrad optimal nutzen. Die initiale Komplexität wird durch langfristig reduzierte Abhängigkeit von externen TI-Dienstleistern und niedrigere Betriebskosten kompensiert. Der ROI stellt sich hier vor allem durch eingesparte externe Support-Kosten ein.
PVS-Hersteller und Healthcare-IT-Dienstleister – Softwareentwickler im Gesundheitswesen erhalten mit PegaMed eine standardisierte, FHIR-native Backend-Plattform für TI-Dienste. Die offenen APIs und SDKs beschleunigen die Produktentwicklung erheblich und reduzieren den Aufwand für die Anpassung an gematik-Spezifikationsänderungen.
Telemedizin-Anbieter und digitale Gesundheitsplattformen – Organisationen mit skalierbaren TI-Anbindungen für innovative Versorgungsmodelle finden in der Container-Architektur die nötige Flexibilität. Die horizontale Skalierbarkeit für wachsende Nutzerzahlen unterscheidet PegaMed von klassischen Hardware-Konnektor-Lösungen.
Weniger geeignet ist PegaMed für Einzelpraxen ohne IT-Ressourcen, da die initiale Komplexität zu hoch ausfällt. Großkliniken mit über 200 TI-Anschlüssen fehlt aktuell ein zentrales Leitstellensystem. Einrichtungen, die ausschließlich Cloud-Lösungen ohne On-Premise-Komponenten suchen, sollten ebenfalls Alternativen prüfen.
Entscheidende Auswahlkriterien:
PegaMed positioniert sich als intelligente Middleware-Schicht zwischen Praxisverwaltungssystem und den physischen TI-Komponenten. Die Software ersetzt den Hardware-Konnektor nicht, sondern abstrahiert und automatisiert dessen Verwaltung. Dieser Ansatz entkoppelt medizinische Software von den ständigen gematik-Spezifikationsänderungen und schafft eine stabile Integrationsplattform, die über Jahre hinweg konsistent bleibt.
Die Software-Defined TI-Architektur ermöglicht es Praxen und MVZ, ihre TI-Infrastruktur zentral zu steuern, ohne bei jeder Spezifikationsänderung der gematik in die Hardware-Konfiguration eingreifen zu müssen. Die vollständige Zertifizierung für alle aktuellen TI-Dienste – VSDM, ePA, eRezept, eAU und KIM – ist vorhanden, mit einer Roadmap für kommende Erweiterungen nach FHIR Release 5.
Besonders hervorzuheben ist die konsequente Ausrichtung auf Automatisierung: Wo herkömmliche Konnektor-Setups manuelle Eingriffe bei Zertifikatswechseln, Kartentausch oder Fehlerbehandlung erfordern, übernimmt PegaMed diese Prozesse weitgehend selbstständig. Das reduziert nicht nur die Fehleranfälligkeit, sondern befreit IT-Personal für strategischere Aufgaben.
Die B&S IT-Solutions GmbH ist seit 2002 am Markt tätig und auf Smartcard- und PKI-Lösungen spezialisiert – genau jene Kernkompetenz, die für TI-Anwendungen im Gesundheitswesen entscheidend ist. Mit rund 50 Mitarbeitern, von denen etwa 20 Prozent im Healthcare-Bereich arbeiten, verfügt das Unternehmen über spezialisierte Ressourcen für den regulierten Gesundheitsmarkt.
Die aktive Teilnahme an gematik-Arbeitskreisen signalisiert tiefe Branchenkenntnisse und frühzeitigen Zugang zu Spezifikationsänderungen. Dies erklärt die vergleichsweise schnellen Update-Zyklen bei regulatorischen Änderungen. Die Kundenbindungsrate von über 90 Prozent über drei Jahre, wie vom Hersteller angegeben, deutet auf stabile Produktqualität und zufriedenstellenden Support hin. Testimonials bestätigen reduzierte Wartungsaufwände und verbesserte Systemstabilität nach der Migration.
Kritisch zu klären bleibt der Status der MDR-Konformität und ISO 13485-Zertifizierung. Da TI-Software als Medizinprodukt gilt, ist MDR-Konformität zwingend erforderlich. Interessenten sollten aktuelle Zertifizierungsnachweise explizit anfordern, bevor Beschaffungsentscheidungen getroffen werden.
PegaMed basiert auf einer Container-Microservices-Architektur mit Docker und Kubernetes. Jeder TI-Dienst läuft isoliert, was granulare Updates und horizontale Skalierung ohne Systemstillstand ermöglicht. Diese Architekturentscheidung unterscheidet PegaMed fundamental von monolithischen Konnektor-Lösungen und erklärt die Zero-Downtime-Fähigkeit bei Wartungsarbeiten.
Die FHIR-native Implementierung mit OpenAPI-Spezifikation erleichtert PVS-Integrationen erheblich. Maschinenlesbare API-Dokumentation und SDKs in Java, .NET und Python reduzieren den Integrationsaufwand für Softwareentwickler. Die Standardisierung auf HL7-FHIR bedeutet allerdings nicht automatische Kompatibilität: Bei Nischen-PVS kann Nacharbeit erforderlich sein.
Systemvoraussetzungen umfassen Linux (RHEL/CentOS) oder Windows Server 2016+, mindestens 8 GB RAM, 4 vCPU und 200 GB SSD-Speicher. Der Betrieb erfolgt On-Premise mit optionaler Hybrid-Cloud-Backup-Funktion. Die Sicherheitsarchitektur setzt auf TLS 1.2/1.3, Ende-zu-Ende-Verschlüsselung und rollenbasierten Zugriff. Die gematik-Zertifizierung liegt vor, BSI-Zertifikate sind in Planung, aber derzeit nicht verfügbar.
Die Netzwerkintegration erfordert Erfahrung mit Firewalls, VPNs und Segmentierung. PegaMed kommuniziert über definierte Ports mit den Hardware-Konnektoren und den PVS-Systemen. Eine saubere Netzwerkarchitektur ist Voraussetzung für stabilen Betrieb, insbesondere bei standortübergreifenden Installationen.
Die Lizenzstruktur von PegaMed ist nicht über eine offizielle Preisliste transparent dokumentiert. Nach verfügbaren Angaben liegt die Grundlizenz für On-Premise-Betrieb bei circa 3.000 Euro einmalig pro Standort. Die jährliche Wartungspauschale beträgt etwa 18 Prozent des Lizenzpreises. Einzelne TI-Module wie eRezept, ePA oder KIM werden mit jeweils 500 bis 1.000 Euro pro Jahr berechnet.
ROI-Treiber zeigen sich vor allem in reduzierten Ausfallzeiten: Bis zu 80 Prozent weniger Stillstände durch automatisiertes Zertifikatsmanagement und 40 Prozent Effizienzsteigerung bei eRezept- und eAU-Prozessen werden vom Hersteller angegeben. Hinzu kommen Einsparungen bei externen TI-Dienstleistern, deren Einsatzfrequenz deutlich sinkt.
Kostenfallen müssen realistisch kalkuliert werden: Externe Docker- und Kubernetes-Expertise ist hochpreisig, wenn intern nicht verfügbar. Nicht-standardisierte PVS-Integrationen können zu Mehrkosten führen. Laufende IT-Personalkosten für Betrieb und Wartung sowie Hardware-Refresh-Zyklen gehören zur Total-Cost-of-Ownership-Betrachtung. In großen MVZ-Verbünden amortisieren sich die Investitionen deutlich schneller als in Einzelpraxen. Eine TCO-Betrachtung über drei bis fünf Jahre ist vor der Entscheidung zwingend erforderlich.
Interessenten sollten ein detailliertes Angebot mit allen Kostenkomponenten einfordern, da die Lizenzierung bei Skalierung (pro eHBA, pro Praxis oder pro Nutzer) aus den verfügbaren Unterlagen nicht eindeutig hervorgeht.
Projektlaufzeiten variieren erheblich nach Komplexität: Eine Einzellösung benötigt realistisch vier bis sechs Wochen, komplexe MVZ-Projekte drei bis über sechs Monate. Die typischen Phasen umfassen Analyse und Architekturplanung (eine Woche), Installation und Konnektor-Anbindung (zwei bis drei Wochen), Tests und Schulung (eine Woche) sowie Go-Live mit Hypercare-Phase (zwei Wochen).
Kritischer Erfolgsfaktor ist die Verfügbarkeit von 0,5 FTE IT-Administrator mit Linux-, Docker- und PKI-Kenntnissen während des Projekts. Die frühzeitige Einbindung des PVS-Anbieters zur Schnittstellenklärung vermeidet spätere Verzögerungen. In der Praxis zeigt sich, dass unklare PVS-Spezifikationen die häufigste Ursache für Projektverzögerungen darstellen.
Change Management fokussiert auf PVS-basierte Workflow-Schulungen für Medizinische Fachangestellte und Ärzte. PegaMed selbst läuft „unter der Haube" – Anwender sehen vor allem verbesserte Stabilität und automatisierte Prozesse im täglichen Umgang mit eRezept und eAU. Die Akzeptanz steigt erfahrungsgemäß, sobald die ersten Zertifikatswechsel ohne manuelle Eingriffe ablaufen.
Herausforderungen in realen Projekten umfassen die Netzwerkintegration mit bestehenden Firewalls und VPNs, PVS-spezifische Eigenheiten bei FHIR- und HL7-Implementierungen sowie die Überwindung initialer Skepsis beim medizinischen Personal gegenüber „noch einer IT-Änderung". Ein strukturierter Kommunikationsplan und Quick-Wins in der Pilotphase wirken diesen Herausforderungen entgegen.
Vorteile:
Herausforderungen:
Nein, PegaMed ersetzt den physischen Konnektor nicht. Die Software arbeitet als intelligente Middleware über dem Hardware-Konnektor und automatisiert dessen Verwaltung. Der Hardware-Konnektor mit seinen Kartenlesern bleibt weiterhin erforderlich, wird aber durch PegaMed deutlich einfacher administrierbar.
Für die initiale Einrichtung und laufende Wartung sind Linux- und Docker-Kenntnisse erforderlich. Ohne internes IT-Personal mit entsprechender Expertise müssen externe Spezialisten beauftragt werden, was die Gesamtkosten erheblich erhöht. Für die tägliche Nutzung durch medizinisches Personal sind keine speziellen IT-Kenntnisse nötig.
PegaMed setzt auf standardisierte FHIR- und HL7-Schnittstellen, die prinzipiell universell funktionieren. Dennoch sollte die konkrete Integration mit dem PVS-Anbieter frühzeitig geklärt werden. Bei Nischen-PVS oder älteren Versionen kann Anpassungsaufwand entstehen. Eine detaillierte Kompatibilitätsmatrix sollte vor der Beschaffung angefordert werden.
PegaMed verfügt über einen intelligenten Offline-Fallback-Mechanismus. Transaktionen werden lokal in einer Warteschlange zwischengespeichert und automatisch übertragen, sobald die Verbindung zur TI wiederhergestellt ist. Das ermöglicht weitgehend unterbrechungsfreies Arbeiten auch bei temporären TI-Ausfällen.
Neben den Lizenzkosten (circa 3.000 Euro einmalig plus 18 Prozent jährliche Wartung) müssen IT-Personalkosten (intern oder extern), Hardware-Infrastruktur und laufende Betriebskosten einkalkuliert werden. Eine realistische TCO-Kalkulation über drei bis fünf Jahre sollte alle Kostenkomponenten einschließen. In MVZ-Verbünden amortisiert sich die Investition typischerweise schneller als in Einzelpraxen.
Für klassische Einzelpraxen ohne eigene IT-Ressourcen ist die Einstiegshürde in der Regel zu hoch. Die initiale Komplexität und die laufenden Kosten für externes IT-Know-how rechnen sich meist erst ab mehreren Standorten oder größeren Gemeinschaftspraxen. Einzelpraxen sollten einfachere, vollständig gemanagte TI-Lösungen in Betracht ziehen.
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