Die Funktionalität der CGM-Suite umfasst alle relevanten TI-Fachdienste und sektorspezifische Anwendungen für den digitalen Gesundheitsalltag:
TI-Basisfunktionen:
Notfallversorgung und Signatur:
Sektorspezifische Module:
Übergreifende Infrastruktur:
End-to-End-Integration über Sektorengrenzen hinweg stellt das markanteste Alleinstellungsmerkmal dar. Ein Patientendatensatz begleitet durchgängig von der Sozialberatung über die Pflege bis zur Klinikbehandlung – ohne Medienbrüche oder Schnittstellenprobleme. Alle drei Module arbeiten auf einer gemeinsamen Datenbasis und nutzen den gleichen TI-Connector. CGM ist derzeit der einzige Anbieter, der diese Breite aus einer Hand liefert. Sozialarbeiter können Pflegedokumentationen einsehen, Pflegekräfte greifen auf Krankenhausbefunde zu, Klinikärzte haben Einblick in Sozialleistungen – alles ohne Systemwechsel. Dies reduziert die Dokumentationszeit um bis zu 30 Prozent und senkt den Schnittstellenpflegeaufwand um etwa die Hälfte.
Konsolidierte TI-Infrastruktur mit BSI-Zertifizierung hebt die Lösung von Wettbewerbern ab, die auf verschiedene TI-Anbieter angewiesen sind. Der CGM Connector dient als zentraler, wartungsarmer TI-Zugangspunkt für alle Module. Die Eigenentwicklung ermöglicht schnellere Umsetzung neuer Gematik-Spezifikationen, da keine Abstimmung mit externen Connector-Anbietern erforderlich ist. In der Praxis bedeutet dies: ein Connector, eine Wartung, ein Support-Ansprechpartner. TI-Updates erfolgen alle drei Monate statt langwieriger Koordination mit mehreren Anbietern. IT-Abteilungen sparen dadurch erheblich Zeit und vermeiden Koordinationsaufwand.
Nachgewiesene Wirtschaftlichkeit basiert auf dokumentierten Case Studies. Die Digitalisierung führt zu bis zu 12 Prozent mehr Erlös pro Pflegeplatz, drastische Reduktion von Retaxationen durch fehlerhafte AU-Übermittlung und 8 bis 12 Prozent Zeitersparnis in Dokumentation und Abrechnung. Die Software zahlt sich messbar aus – nicht nur durch Prozessoptimierung, sondern durch direkt quantifizierbare Erlössteigerungen und Fehlervermeidung. Diese Zahlen stammen aus realen Implementierungsprojekten und berücksichtigen die Gesamtkosten über einen Zeitraum von drei bis fünf Jahren.
Einschränkungen sollten in der Entscheidungsfindung berücksichtigt werden. Die FHIR-Unterstützung befindet sich noch im Aufbau – die volle FHIR-API-Integration ist erst für das vierte Quartal 2025 geplant. Organisationen, die heute schon maximale FHIR-Interoperabilität benötigen, sollten den aktuellen Implementierungsstand im Detail prüfen. Zudem ist die Lösung primär On-Premise konzipiert. Cloud-First-Organisationen müssen hybride Konzepte entwickeln. SaaS-Varianten sind für P&D 2025 angekündigt, aber noch nicht flächendeckend verfügbar. Die Einarbeitung erfordert Zeit – besonders P&D und SOZIAL SIC setzen erfahrene Key-User und gründliche Schulungen voraus, was gelegentlich unterschätzt wird.
Klinikverbünde und Versorgungsnetzwerke ab 100 Betten profitieren besonders von der End-to-End-Suite. Die durchgängige Datenhaltung und einheitliche TI-Anbindung spielen ihre Stärken aus, wenn mehrere Einrichtungen oder Sektoren zusammenarbeiten. Ein Maximalversorger mit angeschlossener Pflege und Sozialdienst ersetzt mit CGM bis zu drei verschiedene Systeme durch eine integrierte Lösung. Große Verbünde haben oft heterogene Systemlandschaften mit hohem Schnittstellenaufwand – genau hier liegt der größte Mehrwert der CGM-Integration.
Pflegeeinrichtungen mit TI-Ambitionen ab 50 Pflegeplätzen finden in P&D eine Lösung, die über die Pflicht-TI hinausgeht. Pflegedienste und Seniorenheime, die digital mit Ärzten, Krankenhäusern und Kostenträgern kommunizieren wollen, erhalten eine tiefe Integration in den Pflegealltag. Die eAU- und eRezept-Funktionen sind direkt aus der Pflegedokumentation nutzbar, was täglich Zeit spart und Fehler reduziert. Die interdisziplinäre Pflegeplanung mit mobiler Dokumentation unterstützt moderne Versorgungskonzepte.
Sozialämter und Jugendämter mit Digitalisierungsstrategie ab 20 Mitarbeitenden erhalten mit SOZIAL SIC eine spezialisierte Lösung für das digitale Management von Sozialleistungen. Direkte Schnittstellen zu Jobcentern und die Möglichkeit, ePA-Daten für die Sozialarbeit zu nutzen, unterscheiden die Software von allgemeinen Verwaltungslösungen. Der öffentliche Sektor profitiert von der Stabilität eines regulatorisch vollständig compliant aufgestellten Anbieters mit langfristiger Investitionssicherheit.
IT-Leitungen mit Konsolidierungsbedarf gewinnen Übersicht und Kontrolle zurück. Wer bisher drei verschiedene TI-Connectoren und fünf verschiedene Systemanbieter managen musste, reduziert mit CGM die Komplexität erheblich. Ein Anbieter, ein Wartungsvertrag, ein Support-Ticket-System – das entlastet insbesondere kleine IT-Teams und ermöglicht strategische IT-Planung statt reaktivem Schnittstellenmanagement.
Entscheidende Auswahlkriterien:
CGM positioniert sich als TI-Gesamtlösungsanbieter und unterscheidet sich damit grundlegend von Wettbewerbern, die nur einzelne TI-Fachdienste anbinden. Der eigene BSI-zertifizierte Connector dient als konsolidierte Infrastruktur für alle Module. Dies ermöglicht schnellere Updates bei Gematik-Änderungen, da keine Abstimmung mit Drittanbietern erforderlich ist. Der direkte Support aus einer Hand vereinfacht den Betrieb erheblich und reduziert die Fehleranfälligkeit von Schnittstellenketten.
Die praktische TI-Nutzung im Arbeitsfluss zeichnet sich durch tiefe Integration in die täglichen Prozesse aus. Die TI-Dienste sind nicht nachträglich "aufgesetzt", sondern organischer Bestandteil der Workflows. Ärzte versenden eRezepte aus dem Verordnungsfenster heraus, Pflegekräfte übermitteln eAU mobil vom Tablet, Sozialarbeiter tauschen vertrauliche Dokumente über KIM ohne E-Mail-Umweg aus. Diese Integration reduziert Medienbrüche und macht die TI-Nutzung zur natürlichen Routine statt zur zusätzlichen Aufgabe.
Automatisierung und Fehlerreduktion stehen im Mittelpunkt der technischen Umsetzung. Status-Monitoring, Re-Try-Mechanismen und automatische Protokollierung machen die TI im Alltag verlässlich. Retaxationen durch fehlerhafte AU-Übermittlung gehören der Vergangenheit an – ein messbarer wirtschaftlicher Vorteil. Die Software überwacht kontinuierlich alle TI-Verbindungen und benachrichtigt bei Problemen, bevor diese den Arbeitsablauf beeinträchtigen. Fehlgeschlagene Übermittlungen werden automatisch wiederholt, dokumentiert und eskaliert, falls manuelle Eingriffe erforderlich sind.
CompuGroup Medical (CGM) ist ein börsennotierter MDAX-Konzern und einer der weltweit führenden eHealth-Anbieter. Allein in der Clinical-Sparte in Deutschland arbeiten über 500 Beschäftigte. Mit über 30 Jahren Markterfahrung ist CGM aktives Gematik-Mitglied und Mitgestalter von TI-Standards. Die Unternehmensgröße und Marktposition bieten eine Investitionssicherheit, die besonders für langfristige Digitalisierungsprojekte im öffentlichen und halböffentlichen Sektor relevant ist.
Die strategische Ausrichtung folgt einer klaren "One Patient, One Record"-Philosophie – durchgängige Prozesse über Sektorengrenzen hinweg stehen im Mittelpunkt. CGM investiert intensiv in FHIR-Migration, Cloud-Strategie und KI-gestützte Assistenzsysteme. Die Roadmap ist öffentlich einsehbar und wird durch einen Kundenbeirat beeinflusst, was eine gewisse Transparenz und Partizipation ermöglicht. Die Support-Struktur umfasst mehrstufigen Support (1st bis 3rd Level), ein bundesweites Partnernetzwerk für lokalen Vor-Ort-Service und eine 24/7-Hotline mit SLA bis vier Stunden Reaktionszeit für kritische Systeme. Der ISO-zertifizierte Supportprozess wird durch regelmäßige Kundenzufriedenheitsbefragungen evaluiert.
Die Systemarchitektur basiert auf einer Client-Server-Architektur unter Windows Server 2016/2019, SQL Server 2017+ und .NET Framework 4.8. Die SOA-Architektur trennt klar die verschiedenen TI-Fachdienste. Eine Umstellung auf Microservices und Containerisierung (Docker/Kubernetes) ist bis 2025 geplant, was die Skalierbarkeit und Cloud-Fähigkeit verbessern soll.
Integrationstiefe und Schnittstellen decken die relevanten Standards ab: HL7 v2.x/v3 (CDA), IHE-Profile (XDS), DICOM für Radiologie sowie AMTS für Medikationssicherheit. Schnittstellen zu Abrechnungssystemen (KVS), Labor (HL7) und Apotheke (AMTS) sind vorhanden. Die FHIR-APIs befinden sich in der Entwicklung – volle Unterstützung ist erst für das vierte Quartal 2025 angekündigt. Dies sollte bei der Planung von Integrationen mit modernen Drittsystemen berücksichtigt werden.
Sicherheit und Compliance sind umfassend gewährleistet. Die Lösung ist ISO 27001-zertifiziert, DSGVO-konform und erfüllt die BSI-TL-Standards für TI-Komponenten. Regelmäßige Penetrationstests, Verschlüsselung at rest und in transit sowie ein umfassendes Rollen- und Berechtigungskonzept mit Protokollierung aller Zugriffe gehören zum Standard. Für öffentliche Auftraggeber und regulierte Einrichtungen ist diese umfassende Compliance ein entscheidender Faktor.
Die Preisstruktur setzt sich aus mehreren Komponenten zusammen: Einmalige Lizenzkosten berechnen sich nach Modul, Nutzerzahl und gegebenenfalls Bettenzahl. Hinzu kommt die jährliche Wartung mit 18 bis 25 Prozent des Lizenzwerts. Eine jährliche TI-Connector-Gebühr und KIM-Transaktionskosten gemäß KBV-Tarif fallen zusätzlich an. CGM positioniert sich im mittleren Preissegment – höher als spezialisierte Nischen-Anbieter, aber günstiger als vollständige KIS-Lösungen einiger Wettbewerber.
Die Total Cost of Ownership über drei bis fünf Jahre umfasst neben den Lizenzkosten auch Hardware (Server, TI-Connector ca. 1.500 bis 3.000 Euro, Smartcard-Terminals ca. 100 bis 200 Euro pro Stück), Personalressourcen (IT-Administration, Key-User), Schulung (CGM Academy, zwei bis fünf Tage pro Modul) und gegebenenfalls Beratungsleistungen. Dem stehen Einsparungen durch reduzierte Schnittstellenpflege (bis zu 50 Prozent) und Zeitgewinn in der Dokumentation (bis zu 30 Prozent) gegenüber.
Versteckte Kostenfallen können entstehen durch Schnittstellenentwicklungen zu Nicht-CGM-Systemen, umfangreiches Customizing, das Updates erschwert, unterschätzten Schulungsaufwand und nicht genutzte Funktionen. Die Amortisation erfolgt primär durch Retaxationsvermeidung und Erlössteigerung, die laut CGM-Studien bei 8 bis 12 Prozent liegt. Eine detaillierte Wirtschaftlichkeitsberechnung sollte vor der Entscheidung durchgeführt werden, da die Rentabilität stark von der Unternehmensgröße und den bestehenden Systemlandschaften abhängt.
Die Implementierungsdauer variiert erheblich nach Modul und Größe: SOZIAL SIC benötigt drei bis zwölf Monate, P&D zwei bis neun Monate, CGM Clinical als vollständiges KIS zwölf bis 24 Monate. Diese Zeiträume hängen von der Einrichtungsgröße, dem Umfang der Altdaten und dem erforderlichen Customizing ab. Die reine TI-Anbindung an ein bestehendes CGM Clinical kann dagegen in wenigen Wochen erfolgen.
Kritische Erfolgsfaktoren für die Migration sind aktives Change Management, starke Projektleitung, engagierte Key-User und ausreichende Zeitressourcen. Die größte Herausforderung liegt nicht in der Software selbst, sondern in der Anpassung interner Prozesse und der Nutzerakzeptanz. Erfolgreiche Implementierungen zeichnen sich durch intensive Vorbereitung, realistische Zeitplanung und konsequente Einbindung der Anwender aus.
Die Datenübernahme ist bei erfolgreichen Referenzprojekten dokumentiert machbar. CSV-, HL7-Exporte und SQL-Imports ermöglichen die Migration aus Vorgängersystemen. Altdatenmigration ist jedoch komplex und bindet erhebliche Ressourcen. Initial-Workshop, Soll-Ist-Analyse und Pilotphasen sind essentiell – "Big-Bang"-Umstellungen werden nicht empfohlen. Eine schrittweise Migration mit parallelem Betrieb in der Übergangsphase reduziert Risiken, verlängert aber die Gesamtdauer und erhöht temporär den Aufwand.
Vorteile:
Herausforderungen:
Die Wirtschaftlichkeit ist unter fünf Anwendern fraglich. Die Stärken der Suite entfalten sich ab mittlerer Größe: Sozialdienste ab 20 Mitarbeitenden, Pflegeeinrichtungen ab 50 Plätzen, Kliniken ab 100 Betten. Unterhalb dieser Schwellenwerte überwiegen oft die Implementierungs- und Lizenzkosten den Nutzen der umfassenden Integration. Kleinere Einrichtungen sollten spezialisierte Nischen-Lösungen in Betracht ziehen.
Die technische TI-Anbindung ist in wenigen Wochen realisierbar. Die Anpassung interner Prozesse und die Schulung der Mitarbeiter dauern jedoch länger. Realistisch sind drei bis sechs Monate für ein sauberes Rollout mit ausreichender Nutzerakzeptanz. Kürzere Zeiträume führen häufig zu Widerständen und ineffizienter Nutzung der Funktionen. Eine strukturierte Change-Management-Begleitung ist empfehlenswert.
CGM empfiehlt Redundanzkonzepte für kritische Infrastruktur. Bei Ausfall läuft die Basissoftware weiter, aber TI-Dienste wie eRezept und eAU sind nicht verfügbar. Service Level Agreements für kritische Systeme sehen oft unter vier Stunden Wiederherstellungszeit vor. Einrichtungen müssen Notfallprozesse definieren – etwa manuelle Rezepte oder temporäre papierbasierte AU-Bescheinigungen. Präventive Wartung und Monitoring reduzieren die Ausfallwahrscheinlichkeit erheblich.
Die FHIR-API-Integration befindet sich in der Entwicklung mit geplanter Fertigstellung im vierten Quartal 2025. Aktuell sind grundlegende FHIR-Ressourcen verfügbar, aber die vollständige Interoperabilität mit modernen Drittsystemen ist eingeschränkt. Organisationen, die heute umfangreiche FHIR-basierte Integrationen benötigen, sollten den Implementierungsstand im Detail mit CGM klären und gegebenenfalls Übergangslösungen über HL7 oder andere Schnittstellen evaluieren.
Die aktuelle Architektur ist primär On-Premise konzipiert. Für CGM P&D ist eine SaaS-Variante für 2025 angekündigt. Hybride Szenarien mit Cloud-Backups und Disaster Recovery sind möglich, erfordern aber individuelle Konzeption. Cloud-First-Organisationen sollten die Roadmap mit CGM detailliert besprechen und prüfen, ob die angekündigten Cloud-Varianten den eigenen Anforderungen und Zeitplänen entsprechen.
Der Wechsel von CGM zu einem anderen Anbieter erfordert sorgfältige Planung. Datenexporte sind über Standardformate (CSV, HL7, CDA) möglich, aber die Strukturierung und Vollständigkeit variieren. Die tiefe Integration der Module kann Lock-in-Effekte erzeugen – besonders wenn Customizing durchgeführt wurde. Eine Exit-Strategie sollte bereits bei der Implementierung berücksichtigt werden. Referenzgespräche mit Einrichtungen, die einen Systemwechsel durchgeführt haben, liefern realistische Einschätzungen zu Aufwand und Risiken.
Erfahren Sie alles über die ersten Schritte in Ihrem neuen Business.
Holen Sie sich ein kostenfreies Tool, um den Überblick über alle Programme und Vorgänge zu behalten.
Über 30 kostenfreie Ärzte-Seiten zur Auswahl – wir übernehmen die Anpassung ohne monatliche Kosten.
Optimieren Sie Ihr Business mit unseren Online-Schulungsvideos.