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Smartphone für Handwerker – Handys (Samsung etc…) im Vergleich

 

Ein Smartphone erleichtert nicht nur den privaten Alltag, sondern seine Verwendung bietet auch Unternehmen zahlreiche Vorteile. Robuste Outdoor-Smartphones mit zahlreichen Features sind besonders im Bereich des Handwerks sehr gefragt, denn unter extremen Bedingungen wie dem Vorkommen von Bauschutt und Staub, der Arbeit auf hohen Gerüsten oder Leitern, Spritzwasser und extremen Klimabedingungen, muss ein Handy für den Handwerker vor allem eins sein: standhaft. Dieses Review stellt eine Zusammenfassung von verschiedenen Handys für Handwerker im Vergleich aus anderen Quellen dar und erläutert außerdem die IP-Kennung.

 

 

Welche Merkmale sollte ein Smartphone für Handwerker aufweisen?

 

Das Handy für Handwerker sollte nicht nur wasserdicht, sondern auch staubdicht, sowie schmutz- und sandabweisend sein. Es muss Stürzen Stand halten und extreme Temperaturveränderungen von Minusgraden bis hin zu hohen Plustemperaturen sollten seine Funktionen nicht beeinträchtigen. Speziell eingebaute Sensoren wie z. B. ein Innenluftqualitätssensor (misst Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Luftschadstoffe), eine Wärmebildkamera, eine laserunterstützte Distanzmessung (ermöglicht vor Ort Ausmessung und Erstellung von Grundrissen), sowie eine  hochauflösende Kamera für Fotos und Videos sind besonders hilfreich, um die Arbeit schneller und effizienter zu erledigen. Auch mit Handschuhen sollte das Smartphone vom Handwerker bedienbar sein. Da Lärm auf der Baustelle unumgänglich ist, sollte die Lautstärke des Klingeltons dennoch gut hörbar sein, genauso die Vibration des Handys. Eine möglichst hohe IP-Kennung gehört in jedem Fall zu einem wichtigen Ausstattungsmerkmal.

 

 

Was bedeutet die IP-Klassifizierung?

 

IP bedeutet ,,Ingress Protection“ bzw. ,,International Protection“ was so viel bedeutet wie Schutz gegen Eindringen. Die IP-Klassifizierung bei einem elektrischen Gerät gibt an, wie geschützt es vor äußeren Einflüssen ist. Die erste Ziffer gibt an, wie geschützt es gegen Fremdkörper ist (Staub, Stöße), die zweite Ziffer gibt den Schutzgrad gegen Wasser an. Beispiel IP68: die Kennziffer 6 sagt aus, dass das Gerät gegen das Eindringen von Staub geschützt ist. Die Kennziffer 8 weist darauf hin, dass das Gerät gegen das dauernde Eintauchen in Wasser geschützt ist. Je höher die Kennzahlen, desto besser der Schutz. IP 67 wäre also schlechter als IP68. Folgende Tabelle schlüsselt die Klassifizierungskennziffern auf:

 

 

 

 

1. Kennziffer Bedeutung 2. Kennziffer Bedeutung
0 kein Schutz 0 kein Schutz
1 Geschützt gegen feste Fremdkörper mit Durchmesser ≥ 50 mm 1 Schutz gegen Tropfwasser
2 Geschützt gegen feste Fremdkörper mit Durchmesser ≥ 12,5 mm 2 Schutz gegen fallendes Tropfwasser, wenn das Gehäuse bis zu 15° geneigt ist
3 Geschützt gegen feste Fremdkörper mit Durchmesser ≥ 2,5 mm 3 Schutz gegen fallendes Sprühwasser bis 60° gegen die Senkrechte
4 Geschützt gegen feste Fremdkörper mit Durchmesser ≥ 1,0 mm 4 Schutz gegen allseitiges Spritzwasser
5 Geschützt gegen Staub in schädigender Menge 5
Schutz gegen Strahlwasser (Düse) aus beliebigem Winkel
6 staubdicht 6 Schutz gegen starkes Strahlwasser
7 Schutz gegen zeitweiliges Untertauchen
8 Schutz gegen dauerndes Untertauchen
9 Schutz gegen Wasser bei Hochdruck-/Dampfstrahlreinigung

 

 

Robuste Handys für Handwerker – ein Vergleich

 

Im Vergleich von unterschiedlichen Handys für Handwerker durch techstage.de , outside-stories.de und Chip online schneiden Smartphones für Handwerker ganz unterschiedlich ab.  Der Preis variiert stark, so auch die einzelnen Features der Handys. Alle haben jedoch gemeinsam, dass sie durch robuste Optik ins Auge stechen. Die geriffelte Hülle samt Abdeckungen sorgt somit für besseren Schutz der Bauteile und das Handy rutscht nicht aus der Hand. Zudem erfüllen sie die IP-Klassifizierung, welche beim Härtetest unter die Lupe genommen wurde.

 

 

  1. Caterpillar Cat S61

Die Firma Caterpillar ist bekannt als einer der weltgrößten Hersteller für Baumaschinen. Da liegt dank des technischen Know-hows nahe, erfolgreich robuste Handys für Handwerker auf den Markt zu bringen. Das preisintensive Cat S61 (899 € UVP) kommt optisch sehr stabil und griffig daher, es sieht regelrecht  nach einem Baustellen-Smartphone aus. Die Riffelung des Gehäuses sorgt für guten Grip. Nicht ganz günstig, dafür ausgestattet mit zahlreichen extra Features, wie einer Wärmebildkamera, die bis 400 °C Oberflächentemperatur misst, einem Sensor für Bestimmung von Luftfeuchtigkeit und Temperatur, bietet es Ausstattungsmerkmale, die es einzigartig machen.  Darüber hinaus hat es sogar die Funktion vor Schadstoffen in der Luft zu warnen, und mit dem integrierten Distanzmesser, ist man bei der Arbeit auf der Baustelle sehr praktisch ausgestattet. Der Distanzmesser ermittelte die Entfernungen genau, der Sensor für Luftfeuchtigkeit liefert unterschiedliche Ergebnisse, je nachdem ob man das Handy in der Hand hält oder es auf dem Tisch liegt. Das Smartphone erfüllt den IP68-Standard, denn laut Hersteller ist es mindestens 60 Minuten in drei Metern Wassertiefe dicht. Es ist staubresistent und auch Stürzen aus 1, 80 Metern Höhe hält es Stand. Sowohl mit Handschuhen, als auch mit nassen Fingern ist die Bedienung kein Problem. Praktisch ist die programmierbare Schnellstart-Taste: sie ermöglicht raschen Zugriff auf beispielsweise den Kalender oder Kamera. Es ist ausgestattet mit Betriebssystem Android, verfügt über eine 16 Megapixel-Kamera und 64 GB ROM Speicher. Bei schwachem Licht leidet jedoch die Bildqualität und man erhält nur verschwommene Bilder. Die starke Akkulaufzeit, die der Hersteller angibt ist nicht übertrieben, im Test von Chip war es 17 Stunden für diverse Anwendungen im Dauereinsatz. Die Ladedauer betrug danach drei Stunden. Der Lautsprecher könnte einen klareren Klang haben, ist dafür aber laut, was seinen Zweck auf der Baustelle erfüllt. Mit  250 Gramm an Gewicht und 1,3 Zentimetern Dicke gehört es jedoch zu den eher schwereren Handys dieser Kategorie.

Fazit: Der Preis ist nicht gerade günstig, im Vergleich dazu, dass man jedoch ein baustellentaugliches Handy mit zahlreichen Sonderanwendungen bekommt, ist das Verhältnis im Rahmen, da die gängigen Smartphones wie z. B. das Apple iPhone mit dieser Ausstattung nicht mithalten können, und bei kleineren Stürzen schon ein gesprungenes Display bekommen, aber genauso teuer sind. Wer also Wert auf ein robustes Handy mit praktischen Outdoor-Features legt, profitiert definitiv von dem Cat S61.

 

Preis 899 € (UVP)
Batterie Lithium-Ionen-Akku
Betriebssystem Android 8.1 Oreo
Gesprächszeit 35 Stunden
Stand-by bis 37 Tage
Displayauflösung 5,2” Display – FHD (1920 x 1080)
Displaybedienung mit nassen Fingern möglich, mit Handschuhen möglich
Kamera Hauptkamera 16 MP,

Frontkamera 8 MP

Anschlüsse Bluetooth, USB, NFC, WI-FI, Nano-SIM-Karte, Dual-Sim möglich
Speicher 4 GB RAM, 64 GB ROM
IP-Klassifizierung IP68
Staubdicht ja
Wasserdicht bis zu 60 Minuten wasserdicht bei bis zu 3 m Tiefe
Sturzsicher bis 1,80 m Höhe
Militärstandard ja, MIL-810G, hält Temperaturen von – 25°C bis + 55°C bis zu 24 Stunden stand
Sensoren Barometer, Beschleunigungsmesser, Distanzmesser, Gyroskop, Innenluftqualitätssensor, Kompass, Umgebungslichtsensor, Wärmebildkamera
Größe 163 x 78 x 13mm
Gewicht 250g

 

 

  1. Cyrus CS28 REV 2

Der Aachener Hersteller Cyrus, der sich auf die Fertigung robuster Handys spezialisiert hat, bietet mit dem Cyrus CS REV2 ein widerstandsfähiges Gerät mit kleinen Makeln. Auch hier sorgt die gummierte, geriffelte Oberfläche der Hülle für eine besonders gute Haptik. Der vom Hersteller angegebene IP68-Standard wird erfüllt, denn in mehreren Tests bestätigte sich die Widerstandsfähigkeit des Cyrus CS28 REV 2, indem es dauerhaft untergetaucht wurde und mit dem Handy sogar während des Duschens telefoniert wurde. Darüber hinaus überstand es den Sturz aus 1,5 Metern Höhe ohne einen Schaden davon zu tragen. Auch hier ist die Bedienung mit nassen Fingern oder Handschuhen möglich. Man kann sieben Apps für den Schnellzugriff auswählen, praktisch, wenn auch begrenzt und nicht ,,frei‘‘ wählbar. So kann man z. B. mit einem Handgriff den Taschenrechner bedienen. Spezielle Features sind ein Magnetsensor, Distanzsensor und Beschleunigungssensor. Das integrierte UKW Radio kann für Abwechslung bei der Arbeit auf der Baustelle sorgen. Leider ist der der Klinken-Eingang für Kopfhörer sehr eng. Darüber hinaus sucht man eine Möglichkeit der Befestigung, wie eine kleine Öse, vergeblich. Das Cyrus CS 28 kommt mit einer 13 Megapixel Kamera daher, Fotos sind eher durchschnittlich, da es mitunter Schwierigkeiten beim Scharfstellen gibt. Der Speicher hat eine Kapazität von 32 GB ROM, mit Micro-SD-Karte ist er um bis zu 128 GB erweiterbar. Mit 190 Gramm und einer Dicke von 1,4 Zentimetern wirkt das Cyrus recht klobig. Die Gesprächszeit beträgt 15 Stunden und der Akku überzeugt mit seiner Leistung.

Fazit: Für Outdoor-Aktivitäten ist das Cyrus CS28 Rev 2 ein günstiges Smartphone, wenn allerdings besondere Ausstattungsmerkmale zur Arbeit auf der Baustelle gewünscht sind, kann es nur bedingt helfen.

Preis ab 199 €
Batterie Lithium-Ionen-Akku
Betriebssystem Android 7.0 Nougat
Gesprächszeit 15 Stunden
Stand-by 29 Tage
Displayauflösung 5,0” FWVGA (1280×720)
Displaybedienung mit nassen Fingern möglich, mit Handschuhen möglich
Kamera 13 MP
Anschlüsse Bluetooth, WI-FI, USB, NFC, Nano-SIM-Karte, Dualsim
Speicher  3 GB RAM,32 GB ROM
IP-Klassifizierung IP68
Staubdicht ja
Wasserdicht dauerhaft wasserdicht bis 1 m Tiefe
Sturzsicher bis 1,50 m Höhe
Militärstandard ja, MIL-810G
Sensoren Beschleunigungssensor, Distanzsensor, Lichtsensor, Magnetsensor
Größe 151 x 75 x 14mm
Gewicht 190 g

 

  1. Samsung Galaxy Xcover 4

Auch der gängige Hersteller Samsung bietet mit seinem Modell Samsung Galaxy Xcover 4 ein Handwerker-Handy. Es kommt optisch sehr griffig daher, ist lediglich 9,7 Millimeter dünn und wiegt leichte 172 Gramm. Der Xcover Button ermöglicht den Schnellzugriff auf z. B. die Taschenlampe oder personalisierte Apps wie die Kamera.  Laut Hersteller ist es dicht in 1,5 Metern Wassertiefe für 30 Minuten – jedoch nur in klarem Wasser. Auch vor Staub ist es resistent und erfüllt den IP68 Standard. Die Hauptkamera hat 13 Megapixel, die Speicherkapazität ist eher schmal: so verfügt das Xcover 4 über 2 GB RAM und 16 GB ROM, ist erweiterbar auf 256 GB mit Micro-SD. Allzu viel sollte man jedoch nicht vom Prozessor erwarten. Laut Kundenerfahrungen hängt das Smartphone gelegentlich und bis Apps starten, dauert es dann eine kurze Zeit. Das Display reagiert eher unsensibel. Ein Beschleunigungssensor, Gyroskop, Annäherungssensor, Lichtsensor und Kompass zählen zu den begrenzten Ausstattungsmerkmalen. Besondere Features hat es also nicht – was dem Preis-Leistungsverhältnis aber keinen Abbruch tut, denn es soll vor allem eins sein: robust – und das ist es auch. So bestätigte es der Test von techstage.de, als das Samsung Xcover 4 mehrmals einem halben Meter untergetaucht wurde, das Gerät in ungefähr dreißig Zentimeter Tiefe in feuchter Blumenerde eingegraben und aus einer Höhe von knapp 1,50 Metern auf verschiedene Untergründe (Asphalt, Feldweg und Laminat) fallen gelassen wurde. Dabei trug es keine inneren Schäden, sondern und nur kleine Schrammen davon. Es kann an einem Karabiner befestigt werden. Der Klang des Lautsprechers ist im lauteren Bereich eher schrill, der Bass eher schwach. Die Sprachqualität an sich ist zufriedenstellend. Der Akku bietet eine Leistung von 17 Stunden Betriebszeit, im Test hielt er volle 11 Stunden für WLAN-Gebrauch aus. Die Aufladung dauerte anschließend zwei Stunden.

Fazit: wenig Speicher, eher langsame Performance, dafür aber widerstandsfähig und ohne großen Schnickschnack sorgt das Samsung Xcover 4 für Standhaftigkeit bei extremen Arbeitsbedingungen.

 

Preis ab 150 €
Batterie Lithium-Ionen-Akku
Betriebssystem Android 7.0 Nougat
Gesprächszeit 17 Stunden
Stand-by keine Angabe
Displayauflösung 5“ HD-Display (1280×720)
Displaybedienung  mit Handschuhen möglich
Kamera Hauptkamera 13 MP, Frontkamera 5 MP
Anschlüsse Bluetooth, WI-FI, USB, NFC, Nano-SIM-Karte,
Speicher 2 GB RAM, 16 GB ROM
IP-Klassifizierung IP68
Staubdicht ja
Wasserdicht dicht bis 1,5 m Wassertiefe für 30 Minuten
Sturzsicher ja
Militärstandard ja, MIL-810G
Sensoren Beschleunigungssensor, Gyroskop, Annäherungssensor, Lichtsensor, Kompass
Größe 146,2×73,3×9,7
Gewicht 172 g

 

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