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rohrleitungsplanung

ArchiCAD | Rohrleitungsplanung | Kosten | Erfahrungen | Funktionen | Test | Vergleich | Alternativen

ArchiCAD im Überblick + Entscheidungskriterien

ArchiCAD

  • Umfassende Auswertung
  • Persönliche Videoeinschätzung verfügbar
  • Alle Funktionen - Demos - Beratungen & Vergleiche
Auf Anfrage
Preis ab
3.8
Bewertung
Rohrleitungsplanung
Branche
Tom Schön
Autor, Tester
Handhabung:
Einsteiger
-
Gewohnheitstier
-
Experte
Automatisierungsgrad:
niedrig
-
mittel
-
hoch
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Rohrleitungsplanung mit ArchiCAD

ArchiCAD ist als BIM-Software primär für die Architektur konzipiert, bietet jedoch durch seine offene Plattform und MEP-Erweiterungen (Mechanical, Electrical, Plumbing) auch Funktionen für die Rohrleitungsplanung. Die Integration von TGA-Gewerken erfolgt über das MEP Modeler Add-on, das speziell für die Planung von Heizungs-, Lüftungs-, Sanitär- und Elektroanlagen entwickelt wurde. Im Vergleich zu spezialisierten TGA-Lösungen liegt der Fokus auf der koordinierten Gesamtplanung im BIM-Prozess.

Die Software eignet sich besonders für Architekten, die TGA-Grundlagen selbst planen oder Fachplaner koordinieren möchten. Für spezialisierte Rohrleitungsplanung in industriellen Anlagen oder Prozesstechnik greifen Planer typischerweise auf dedizierte TGA-Software zurück. Die Stärke von ArchiCAD liegt in der nahtlosen Verbindung von Architektur und Gebäudetechnik innerhalb eines BIM-Modells.

🟦 Funktionen – Was kann ArchiCAD?

Grundfunktionen Rohrleitungsplanung

MEP-Rohrleitungswerkzeuge: Erstellung von Rohrnetzen mit parametrischen Rohrelementen und automatischer Formstückerkennung.

Rohrverbindungen und Fittings: Automatische Generierung von Bögen, T-Stücken und Reduzierstücken an Knotenpunkten.

Mehrere Rohrsysteme: Parallele Planung von Trinkwasser, Abwasser, Heizung und anderen Medien im Modell.

Rohrdimensionierung: Hinterlegung von Nennweiten, Materialien und technischen Parametern je Rohrsystem.

BIM-Integration und Koordination

Kollisionsprüfung: Automatische Erkennung von Konflikten zwischen Rohrleitungen, Kanälen und Architekturmodell.

IFC-Datenaustausch: Import und Export von Rohrleitungsmodellen für interdisziplinäre Planung.

Modellbasierte Mengenermittlung: Automatische Extraktion von Rohrlängen, Fittings und Komponenten für AVA.

Geschossübergreifende Planung: Durchgängige Planung vertikaler Leitungsführung durch alle Ebenen.

Dokumentation und Darstellung

Automatische Schnitte: Generierung von Sanitärschnitten und Detailplänen aus dem 3D-Modell.

Isometrische Ansichten: Darstellung von Rohrsystemen in axonometrischer Projektion.

Beschriftung und Symbole: Automatische Bemaßung und Kennzeichnung nach DIN-Standards.

Schema-Pläne: Erstellung vereinfachter Systemschemas parallel zum 3D-Modell.

Erweiterte Funktionen

MEP-Routing-Optionen: Intelligente Leitungsführung mit Berücksichtigung von Mindestabständen und Verlegebereichen.

Steigstrangplanung: Spezialisierte Werkzeuge für vertikale Versorgungsstränge in Mehrgeschossbauten.

🟨 Besonderheiten – Was macht ArchiCAD einzigartig?

Architekt-zentrierter BIM-Workflow

ArchiCAD verbindet Architekturmodell und TGA-Planung in einem durchgängigen Arbeitsumfeld. Anders als bei separaten TGA-Programmen erfolgt die Koordination direkt im Architekturmodell, ohne Medienbrüche oder zusätzliche Koordinationsplattformen. Das MEP Modeler Add-on nutzt die gleichen BIM-Strukturen wie das Gebäudemodell, wodurch Änderungen automatisch synchronisiert werden. Diese Integration ist ideal für Architekten, die Vorplanungen selbst durchführen oder Fachingenieure koordinieren. Für Spezialisten mit reinen TGA-Projekten kann der architekturlastige Ansatz jedoch einschränkend wirken.

Parametrische Rohrverbindungen mit intelligenter Erkennung

Die Software erkennt automatisch Kreuzungspunkte und Richtungsänderungen und schlägt passende Formstücke vor. Die Verbindungselemente passen sich dynamisch an Änderungen der Rohrführung an, ohne manuelle Nacharbeit. Im Vergleich zu traditionellen CAD-Systemen spart dies Planungszeit, erreicht aber nicht die Automatisierung spezialisierter Berechnungssoftware. Die Formstückbibliotheken basieren auf Standardnormen, können aber nicht alle Herstellerspezifikationen abbilden.

Open BIM-Plattform für TGA-Koordination

ArchiCAD setzt konsequent auf offene IFC-Standards für den Datenaustausch mit Fachplanern. TGA-Ingenieure können in ihren Spezialprogrammen arbeiten und Modelle über IFC zurückspielen, wo sie automatisch in das Koordinationsmodell integriert werden. Die BCF-Kommunikation ermöglicht strukturiertes Issue-Management zwischen allen Projektbeteiligten. Diese Offenheit fördert interdisziplinäre Zusammenarbeit, erfordert aber klare BIM-Abwicklungspläne und standardisierte Prozesse. Die IFC-Qualität variiert je nach beteiligtem System.

Integrierte Visualisierung und Präsentation

Rohrleitungsmodelle lassen sich ohne Medienbruch in fotorealistischen Renderings und Animationen darstellen. Die CineRender-Engine visualisiert TGA-Systeme im architektonischen Kontext für Bauherrenpräsentationen oder Wartungsanweisungen. Diese nahtlose Verbindung von Planung und Kommunikation ist bei reinen TGA-Programmen selten in dieser Qualität verfügbar. Für reine Fachplanung ist dieser Mehrwert allerdings begrenzt.

🟩 Empfehlung – Für wen eignet sich ArchiCAD besonders?

Architekturbüros mit integrierter Grundlagenplanung: Büros, die TGA-Vorplanungen oder Grobkonzepte selbst erstellen möchten, profitieren vom durchgängigen Workflow ohne Programmwechsel. Die Koordination mit Fachplanern erfolgt über standardisierte IFC-Schnittstellen, während die architektonische Führung im eigenen Modell verbleibt.

Generalplaner mit BIM-Koordinationsverantwortung: Unternehmen, die als BIM-Koordinator verschiedene Fachgewerke zusammenführen, nutzen ArchiCAD als zentrale Plattform. Die integrierte Kollisionsprüfung und das Modellmanagement ermöglichen effiziente Koordinationssitzungen und Issue-Tracking über BCF-Workflows.

Kleine bis mittlere Bauprojekte mit überschaubarer TGA-Komplexität: Bei Wohnbauten, Bürogebäuden oder öffentlichen Bauten mit Standardinstallationen reichen die MEP-Funktionen für vollständige Planung aus. Komplexe Industrieanlagen oder hochspezialisierte Prozesstechnik erfordern hingegen dedizierte Fachsoftware mit erweiterten Berechnungsfunktionen.

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