Telekom Healthcare Solutions vereint Netzwerk, Cloud-Infrastruktur und medizinische Applikationen unter einem Dach. Krankenhäuser haben einen zentralen Ansprechpartner für alle technischen Fragen – von der Firewall-Konfiguration über Datenmigration bis zur App-Entwicklung. Dies reduziert Koordinationsaufwand erheblich und beschleunigt die Fehlerbehebung durch SLA-garantierte Reaktionszeiten. Einschränkung: Die umfassende Integration führt zu einer stärkeren Anbieterbindung. Ein späterer Wechsel zu anderen Lösungen kann komplex und kostenintensiv werden.
Die fertige Anbindung an das deutsche eHealth-Ökosystem unterscheidet THS von internationalen Wettbewerbern. Der TÜV-zertifizierte Konnektor ermöglicht direkten Zugriff auf ePA, eRezept und KIM ohne separate Entwicklungen oder externe Integratoren. THS übernimmt die laufende Zertifizierungserneuerung bei Gematik-Updates. Einschränkung: Diese nationale Spezialisierung ist außerhalb Deutschlands nicht relevant. Die enge Verzahnung mit deutschen Standards kann internationale Expansionspläne erschweren.
THS betreibt über 100 eigene Rechenzentren in Deutschland mit ISO 27001 und BSI-KRITIS-Zertifizierung. Dies garantiert maximale Datensouveränität ohne Abhängigkeit von globalen Cloud-Anbietern. Regelmäßige externe Audits und physische Kontrolle über die Infrastruktur schaffen zusätzliche Sicherheit für KRITIS-Betreiber. Einschränkung: Die Premiumsicherheit hat ihren Preis. Verglichen mit globalen Hyperscalern wie AWS oder Azure sind die Kosten pro Recheneinheit höher. Weltweite Skalierung ist eingeschränkt.
THS liefert nicht nur Software, sondern auch Sensoren, Gateways, Netzwerkinfrastruktur (5G/NB-IoT) und 24/7-Betriebsunterstützung. Die Lösung ist wirklich „Plug & Play" – von der Hardware-Installation über die Kalibrierung bis zum laufenden Monitoring. Krankenhäuser müssen keine separaten IoT-Spezialisten einkaufen oder koordinieren. Einschränkung: Die Gesamtkosten liegen über punktuellen IoT-Lösungen von Drittanbietern. Die integrierte Lösung erfordert eine langfristige Bindung an THS-Infrastruktur.
Mittelgroße Krankenhäuser (50–500 Betten) in regionaler oder isolierter Lage profitieren besonders von der Skalierbarkeit der Plattform. Für diese Größenordnung bietet THS das optimale Verhältnis zwischen Funktionsumfang und Wirtschaftlichkeit. Die kombinierte Netzwerk- und Security-Expertise ist für Häuser kritisch, die keine eigenen IT-Großteams unterhalten. Beispiel: Eine Fachklinik für Orthopädie oder Psychiatrie kann mit THS schnell Telemedizin-Kapazitäten aufbauen und externe Spezialisten digital einbinden.
KRITIS-klassifizierte Häuser mit hohen Compliance-Anforderungen finden in THS einen Partner, der BSI-KRITIS-Zertifizierung und Managed Security Services bereits mitbringt. Die Lösung erfüllt strenge Audit-Anforderungen und reduziert den Aufwand für Datenschutz-Nachweise erheblich. Beispiel: Ein akademisches Lehrkrankenhaus mit 400 Betten kann regulatorische Anforderungen effizienter erfüllen und hat bei Audits weniger Beanstandungen durch die vorzertifizierte Infrastruktur.
Klinikverbünde und Verbundkrankenhäuser nutzen die modulare Architektur für schrittweise Digitalisierung. Einzelne Standorte können zunächst den TI-Konnektor einführen, später meona® ergänzen. Die zentrale IT-Governance ermöglicht einheitliche Standards über mehrere Häuser hinweg. Beispiel: Ein Träger mit fünf Kliniken implementiert zuerst die Integrationsplattform, um heterogene Systeme zu verbinden, und rollt anschließend digitale Patientenprozesse aus.
Häuser mit heterogener Legacy-Systemlandschaft schätzen die Integrationskompetenz besonders. Wenn verschiedene HIS-, RIS- und PACS-Systeme nach Fusionen oder historisch gewachsenen Strukturen parallel laufen, schafft THS eine zentrale Verbindungsschicht. Beispiel: Nach der Fusion zweier Kliniken mit ORBIS und SAP IS-H verbindet THS beide Welten, ohne dass eines der Kernsysteme ersetzt werden muss.
Gematik- und eHealth-Roadmap: Wenn die sichere Anbindung an TI-Dienste wie eRezept, ePA und KIM geschäftskritisch ist, bietet THS mit seinem TÜV-zertifizierten Konnektor und der Gematik-Partnerschaft maximale Zukunftssicherheit. Häuser ohne diese Priorität fahren mit reinen Software-Anbietern möglicherweise günstiger.
Sicherheit und Compliance als absolute Priorität: Für KRITIS-Betreiber oder Häuser mit strengen Audit-Anforderungen sind ISO 27001, BSI C5 und deutsche Rechenzentren nicht verhandelbar. THS erfüllt diese Anforderungen nativ. Wer hier Kompromisse eingehen kann, findet in Public-Cloud-Anbietern günstigere Alternativen.
Infrastruktur-Management auslagern: Krankenhäuser, die Netzwerk, Firewall und Backup nicht selbst betreiben möchten, finden in THS einen Komplettanbieter. Die Managed Services reduzieren die Last für interne IT-Teams erheblich. Häuser mit starker eigener IT-Abteilung können mit reinen SaaS-Lizenzen Kosten sparen.
Modulare, stufenweise Einführung: Die Buy-what-you-need-Philosophie ermöglicht flexibles Wachstum ohne Big-Bang-Migration. Krankenhäuser können mit einzelnen Modulen starten und später ergänzen. Wer hingegen einen Monolith-Austausch plant (komplettes neues KIS), sollte primär ORBIS oder Epic evaluieren und THS als Ergänzungspartner betrachten.
Telekom Healthcare Solutions ist kein klassisches Krankenhausinformationssystem wie Cerner ORBIS oder SAP IS-H. Stattdessen handelt es sich um eine modulare Digitalisierungsplattform, die bestehende Systeme integriert und erweitert. Der Fokus liegt auf Netzwerk-Infrastruktur, Sicherheit, eHealth-Integration und digitalen Patientenmanagement-Tools. Diese Positionierung macht THS ideal für Krankenhäuser, die modular digitalisieren möchten, ohne ihre gewachsene IT-Landschaft komplett zu ersetzen.
Die Plattform ruht auf vier Säulen: Netzwerk & Security bilden das Fundament mit Managed Services und 24/7-Überwachung. Cloud & Datenmanagement stellt deutsche Rechenzentren, Backup und Disaster Recovery bereit. Die Integrations-Ebene verbindet Bestandssysteme über HL7, FHIR und DICOM. Darauf aufbauend laufen patientenorientierte Apps wie meona® Digital Patient Journey, Telemedizin-Lösungen, Mobile Pflege-Apps und IoT-Monitoring. Diese Architektur ermöglicht inkrementelle Verbesserungen ohne disruptive Systemwechsel.
Ein typischer Einsatzfall verdeutlicht die Stärken: Ein Krankenhaus nutzt ORBIS als HIS, Agfa PACS für Radiologie und SAP für Verwaltung. THS verbindet alle drei Systeme über die Integrationsplattform und ergänzt sie um ePA-Zugang, Telemedizin-Kapazitäten und ein digitales Patientenportal. Die bestehenden Kernsysteme bleiben unverändert, während moderne Funktionen hinzukommen.
Die Modularität unterscheidet THS von Monolith-Systemen. Krankenhäuser können mit dem TI-Konnektor beginnen, später meona® für digitale Aufnahmeprozesse ergänzen und schrittweise IoT-Monitoring oder Telemedizin hinzufügen. Jedes Modul funktioniert eigenständig, die Vorteile potenzieren sich aber bei kombiniertem Einsatz. Diese Flexibilität reduziert Projektrisiken und verteilt Investitionen über mehrere Budgetjahre.
Die Integrationsplattform nutzt moderne Standards wie FHIR für zukunftssichere Datenaustausche und unterstützt gleichzeitig Legacy-Protokolle wie HL7v2 für ältere Systeme. Vorzertifizierte Konnektoren zu führenden Systemen verkürzen Implementierungszeiten erheblich. Wo andere Anbieter monatelange Custom-Entwicklungen benötigen, kann THS auf getestete Schnittstellen zurückgreifen. Dies senkt sowohl Kosten als auch Fehlerrisiken bei der Integration.
Telekom Healthcare Solutions ist Teil der Deutschen Telekom AG, einem DAX-30-Konzern mit stabiler Finanzlage. Anders als viele HealthTech-Startups ist THS nicht von Venture Capital oder Akquisitionsspekulationen abhängig. Rund 1.200 Mitarbeiter arbeiten deutschlandweit im Healthcare-IT-Bereich. Die strategische Akquisition der meona® GmbH im Jahr 2017 stärkte die Patientenorientierung und ergänzte die infrastrukturlastige DNA der Telekom um moderne User-Experience-Kompetenz.
Die Deutsche Telekom positioniert Healthcare als strategisches Wachstumsfeld neben Mobilfunk und Breitband. Investitionen in 5G-Campusnetze für Krankenhäuser, IoT-Lösungen und digitale Gesundheitsanwendungen unterstreichen dieses Commitment. Die langfristige Perspektive gibt Krankenhäusern Planungssicherheit – anders als bei kleineren Anbietern besteht kein Insolvenzrisiko oder die Gefahr, dass Produkte eingestellt werden.
Die Netzwerk-Kompetenz hebt THS von reinen Software-Anbietern ab. Mit über 100 Rechenzentren in Deutschland, eigener Mobilfunk-Infrastruktur und Expertise in 5G- und LAN/WAN-Technologien bringt THS Fähigkeiten mit, die Softwarehäuser nicht bieten können. Diese Infrastruktur-DNA ist besonders wertvoll bei Campus-Netzwerken, IoT-Deployments und sicheren Telemedizin-Verbindungen. Security & Managed Services aus eigenen Security Operations Centers (SOC) ergänzen das Portfolio um KRITIS-Expertise und BSI-konforme Sicherheitsarchitekturen.
Die enge Partnerschaft mit der Gematik verschafft THS einen strategischen Vorteil im deutschen Markt. Als einer der TÜV-zertifizierten Konnektor-Anbieter hat THS direkten Einfluss auf eHealth-Standards und erfährt frühzeitig von Änderungen in der Telematikinfrastruktur. Dieser Informationsvorsprung ermöglicht proaktive Anpassungen und minimiert Compliance-Risiken für Kunden.
Finanzielle Stabilität zeigt sich in kontinuierlichen R&D-Investitionen. Forschungsschwerpunkte liegen auf KI/ML im Gesundheitswesen, 5G für medizinische Anwendungen und FHIR-Modernisierung. Der 24/7-Servicedesk, persönliche Key-Account-Manager und regelmäßige Strategy Reviews mit Kunden unterstreichen den Enterprise-Ansatz. Diese Servicequalität ist typisch für etablierte Konzerne und unterscheidet THS von agilen, aber ressourcenlimitierten Startups.
Die Architektur folgt einem API-First-Ansatz mit FHIR als Zukunftsstandard für Datenaustausch. Gleichzeitig unterstützt die Plattform HL7v2 und v3 für Legacy-Systeme, sodass auch ältere Bestandssysteme nahtlos eingebunden werden. Neuere Module wie Telemedizin und meona® laufen containerisiert in Docker/Kubernetes-Umgebungen. Dies ermöglicht schnelle Updates, flexible Skalierung und moderne DevOps-Praktiken. Die Microservices-Architektur erlaubt granulare Updates einzelner Komponenten ohne Systemausfälle.
Vorzertifizierte Konnektoren reduzieren Integrationsaufwände dramatisch. Für führende Systeme wie ORBIS, SAP IS-H, CGM Clinical, Agfa PACS, Philips und GE Healthcare existieren getestete Schnittstellen. Statt monatelanger Custom-Entwicklung pro Integration können Krankenhäuser auf bewährte Konnektoren zurückgreifen. Dies verkürzt Projektlaufzeiten typischerweise um 30-40% und senkt die Fehlerquote bei Go-Live erheblich.
Das Hybrid-Cloud-Modell bietet drei Optionen: On-Premise für Häuser mit eigener Hardware und strikten Datenschutz-Präferenzen, Private Cloud in THS-Rechenzentren mit Managed Service und garantierter Verfügbarkeit (99,5–99,9% SLA), oder Public Cloud über Azure/AWS mit zusätzlichen Datenschutz-Zertifizierungen. Die meisten Kunden wählen Private Cloud für die Balance aus Sicherheit und Komfort. On-Premise-Betrieb ist zwar möglich, aber kostenintensiver und weniger zukunftssicher.
Die Systemvoraussetzungen bleiben im Standard-Bereich: Windows Server oder Linux (Red Hat, SLES), Virtualisierung über VMware oder Hyper-V. Diese Kompatibilität ermöglicht die Nutzung vorhandener Infrastruktur ohne teure Hardware-Upgrades. Für IoT-Szenarien können zusätzliche WLAN-Access-Points oder 5G-Gateways erforderlich sein, diese liefert THS aber als Teil der Gesamtlösung.
Die Sicherheitsarchitektur folgt dem „Belt & Suspenders"-Prinzip mit mehrfacher Absicherung. End-to-End-Verschlüsselung schützt Daten in Transit (TLS) und at-rest. Das Identity & Access Management bietet Single Sign-On (SSO) und Multi-Factor Authentication (MFA) mit granularen, rollenbasierten Berechtigungen. Ärzte sehen nur Daten ihrer Patienten, Pflegekräfte nur relevante Dokumentationen, Verwaltung nur anonymisierte HR-Daten.
SD-WAN mit Microsegmentation schafft virtuelle Netzwerk-Zonen. Diese Segmentierung verhindert laterale Bewegungen bei Sicherheitsvorfällen – selbst wenn ein Bereich kompromittiert wird, bleiben andere Zonen geschützt. Das Security Information & Event Management (SIEM) überwacht 24/7 alle Systeme, Intrusion Detection und Prevention Systeme (IDS/IPS) blockieren verdächtige Aktivitäten automatisch. Das SOC-Team reagiert bei Alarmen innerhalb definierter SLA-Zeiten.
Telekom Healthcare Solutions bietet ein Hybrid-Preismodell aus Subscription und Services. Das OPEX-Modell dominiert bei Cloud- und Managed Services mit nutzungs- oder modulbasierten Lizenzen. Typische Preise liegen bei 50–200 Euro pro Nutzer und Monat je Modul. Für meona® fallen beispielsweise Kosten pro FTE (Full-Time Equivalent) an, für IoT-Monitoring pro Bett. Der Vorteil liegt in planbaren Kosten, Skalierbarkeit und niedrigen Einstiegsinvestitionen.
Das auslaufende CAPEX-Modell mit einmaligen Lizenzkosten plus jährlicher Maintenance (typisch 18% der Listenpreise) ist noch für On-Premise-Installationen verfügbar. Die meisten Neukunden entscheiden sich jedoch für Subscription-Modelle. Genaue Preislisten sind nicht öffentlich verfügbar – individuelle Angebote berücksichtigen Hausgröße, gewählte Module und Servicelevel.
Für eine kleine Klinik mit 50 Betten liegt der TCO über fünf Jahre bei etwa 150.000–300.000 Euro für TI-Konnektor, meona® und Mobile Pflege-App. Dies umfasst Lizenzen, Implementierung, Schulung und fünf Jahre Betrieb. Ein mittleres Haus mit 200 Betten, das zusätzlich IoT, Telemedizin und Managed Security nutzt, kalkuliert mit 500.000–800.000 Euro TCO. Große Kliniken mit 500 Betten und Vollstack-Lösung erreichen 1,5–2,5 Millionen Euro über fünf Jahre.
Die Amortisation tritt typischerweise nach 18–36 Monaten ein, abhängig von realisierten Effizienzgewinnen. Zeitersparnis in der Pflege, reduzierte Papierkosten, optimierte Bettenbelegung und höhere Patientensicherheit tragen zum ROI bei. Wichtig ist die realistische Kalkulation dieser Einsparungen – übertriebene Erwartungen führen zu Enttäuschungen.
Datenmigration aus alten Systemen verursacht oft 50.000–150.000 Euro zusätzlich. ETL-Prozesse (Extract, Transform, Load), Datenqualitätsprüfungen und umfangreiche Tests binden Zeit und Budget. Customizing für prozess-spezifische Anforderungen, etwa spezielle Formulare in der Psychiatrie, schlagen mit 30.000–50.000 Euro zu Buche. Interne Ressourcen werden häufig unterschätzt: 1–2 IT-FTE für die Projektdauer, 2–3 Superuser pro Abteilung für Testphasen.
Netzwerk-Upgrades für IoT oder Cloud-Anbindung können 20.000–50.000 Euro kosten, wenn WLAN ausgebaut oder LAN neu verkabelt werden muss. Schulungen und Change Management mit 1–2 Tagen pro Modul und Nutzergruppe summieren sich auf 30.000–80.000 Euro, besonders wenn externe Change-Manager eingebunden werden. Diese Positionen sollten im Gesamtbudget berücksichtigt werden.
Die Projektlaufzeiten variieren stark nach gewählten Modulen. Ein TI-Konnektor allein benötigt 3–6 Monate von Hardware-Installation über Zertifizierung bis Go-Live. meona® Digital Patient Journey dauert 6–12 Monate inklusive Prozessanalyse, Customizing, Pilotphase und Rollout. IoT-Patientenmonitoring erfordert 9–15 Monate für Sensor-Installation, Kalibrierung, klinische Tests und Workflow-Integration. Vollstack-Projekte mit allen Services planen realistisch 12–24 Monate ein.
Parallel-Betrieb alter und neuer Systeme minimiert Risiken. Während der Testphase laufen beide Welten parallel, der Cut-over erfolgt in kontrollierten Zeitfenstern, typischerweise an Wochenenden oder in ruhigen Perioden. Diese Vorgehensweise erlaubt Rückfall-Szenarien bei unerwarteten Problemen und gibt Teams Zeit zur Eingewöhnung.
Intern benötigen Krankenhäuser 1–2 FTE Projektmanager plus 1–2 FTE Netzwerk- und Server-Spezialisten. Fachbereiche stellen 2–3 Superuser pro Abteilung für Tests und Schulungen ab – Chirurgie, Innere Medizin, Pflege, Verwaltung und Aufnahme sollten jeweils vertreten sein. Diese Personen fungieren als Multiplikatoren und First-Level-Support nach Go-Live.
THS stellt externe Partner wie Projektmanager, Integrationsarchitekten, Fachberater und Entwickler je nach Projektumfang. Change Manager – ob intern oder extern – sind kritisch für die Adoption. Technische Exzellenz allein garantiert keinen Erfolg, wenn Mitarbeiter die neuen Tools nicht nutzen.
Klares Sponsoring durch die Klinikleitung ist unverzichtbar. Budget, Zeit und Priorität müssen gesichert sein, auch wenn der operative Betrieb temporär belastet wird. Early Involvement aller Stakeholder – Ärzte, Pflege, Verwaltung – in Workshops ab Tag 1 verhindert spätere Widerstände. Werden Anwender erst bei Schulungen eingebunden, ist es für substanzielle Änderungen zu spät.
Eine gründliche IST-Analyse zu Projektbeginn dokumentiert Bestandssysteme, Schnittstellen und Prozesse exakt. Diese Phase dauert oft 4–8 Wochen, ist aber essentiell für realistische Planung. User Acceptance Testing (UAT) mit realistischen Fallzahlen vor Go-Live deckt Probleme auf, während sie noch lösbar sind. Post-Go-Live-Support sollte intensive Vor-Ort-Betreuung durch THS und interne IT für die ersten 2–4 Wochen vorsehen.
Schnellere Aufnahmeprozesse reduzieren die Zeit von durchschnittlich 15 Minuten auf unter 5 Minuten durch meona® Check-In. Digitale Anamnese-Fragebögen und Vorbefunderfassung beschleunigen den Prozess erheblich. Dieser Vorteil manifestiert sich 3–6 Monate nach meona®-Go-Live, wenn Workflows optimiert sind. Die Pflege spart bis zu 20% Dokumentationszeit durch die Mobile Pflege-App. Statt handschriftlicher Einträge und Zettelwirtschaft erfolgt die Dokumentation direkt am Patientenbett. Diese Zeitersparnis ist unmittelbar nach App-Rollout messbar.
Das BI-Dashboard verbessert die Bettenauslastung durch Echtzeit-Übersicht über Engpässe. Schnellere Entlassungsprozesse und optimierte Belegungsplanung reduzieren Leerbetten. Dieser Effekt tritt 2–4 Wochen nach BI-Implementierung ein. CPOE mit Medikationsplan erhöht die Patientensicherheit durch Reduktion von Medication Errors – Verwechslungen und Wechselwirkungen werden automatisch erkannt. Die Verbesserung ist kontinuierlich nach CPOE-Go-Live messbar.
Telemedizin-Kapazitäten ermöglichen schnellen Zugriff auf externe Experten für Traumatologie oder Neurologie ohne Vor-Ort-Besuch. Dieser Vorteil ist sofort nach Plattform-Live nutzbar. Managed Security Services entlasten interne IT-Teams von Firewall, Backup und Updates – sie können sich auf klinische IT-Projekte konzentrieren. Diese Entlastung wirkt unmittelbar nach Service-Start. ISO 27001 und BSI-KRITIS-Zertifizierung reduzieren Audit-Beanstandungen und beschleunigen eigene Zertifizierungen kontinuierlich.
Lange Implementierungszyklen von 6–24 Monaten fordern Geduld von Stakeholdern. Change Fatigue ist real – die Mitigation liegt in realistischen Roadmaps mit frühen Quick-Wins wie dem TI-Konnektor als erstem Meilenstein. Der hohe interne Ressourcenbedarf durch viele Besprechungen, Tests und Schulungen belastet den klinischen Betrieb temporär. Dedizierte Projektteams mit Freistellung und Parallelstrukturen helfen.
UI/UX ist teilweise veraltet – neuere Module wie meona® bieten moderne Oberflächen, ältere Komponenten der Integrationsplattform wirken klassisch. Neuentwicklungen erfolgen mit Cloud-Native-GUIs, Legacy-Bestandteile bleiben aber bestehen. Für kleine Häuser unter 100 Betten sind die Kosten relativ hoch. Fixkosten pro Modul lohnen sich erst ab mittlerer Größe. Die Lösung liegt in gezielter Modulauswahl statt Vollstack.
Anbieterbindung durch Fullstack-Ansatz ist erheblich. Netzwerk, Cloud und Apps sind gekoppelt – ein späterer Wechsel wird komplex. Klare Vertragsklauseln für Datentransparenz und offene APIs sind essentiell. OP-Funktionalität ist eingeschränkt im Vergleich zu spezialisierten Systemen wie Cerner ORBIS. Für OP-Planung und Anästhesie-Module kann ein zusätzlicher Partner notwendig sein.
Personalfluktuation führt zu Wissensverlust – neu eingestellte Mitarbeiter kennen meona® nicht. Regelmäßige Auffrischungstrainings und Online-Academy-Zugang sind notwendig. Datenmigration ist komplexer als erwartet, wenn Altdaten über multiple Systeme fragmentiert sind. Duplikate, Fehler und langwieriges Matching erfordern professionelle ETL-Partner und umfangreiche Pre-Checks.
Ist THS ein vollständiges Krankenhausinformationssystem wie ORBIS?
Nein, THS ersetzt nicht das zentrale KIS. Die Plattform ergänzt und integriert bestehende Systeme wie ORBIS oder SAP IS-H. meona® bietet digitales Patientenmanagement, ersetzt aber nicht die ärztliche Dokumentation oder Stationsabläufe im KIS. Für komplette KIS-Migration sind Anbieter wie Cerner, CGM oder Epic die richtige Wahl.
Wie lange dauert es bis zum Return on Investment?
Realistisch 18–36 Monate je nach Umsetzung. Schnelle Gewinne bringen Mobile Pflege-App durch sofort messbare Zeitersparnis und BI-Dashboard für Bettenauslastung nach 2–4 Wochen. Mittelfristig zahlen sich meona® und Telemedizin nach 3–6 Monaten aus durch verbesserte Patient Experience und effiziente externe Konsile. Langfristig sinken Audit-Lasten und Personalkosten durch IoT-Automatisierung.
Kann THS auch On-Premise betrieben werden?
Ja, THS bietet Hybrid-Modelle: On-Premise auf eigener Hardware, Private Cloud in THS-Rechenzentren mit Managed Service oder Mix aus beidem. Alte Systeme können on-site bleiben, während neue Module wie meona® in der Cloud laufen. On-Premise ist kostenintensiver und weniger zukunftssicher als Cloud-Betrieb.
Was kostet die Lösung konkret?
Öffentliche Preislisten existieren nicht. Faustregeln: Kleine Klinik mit 50 Betten (TI-Konnektor plus meona®) kalkuliert 150.000–250.000 Euro über fünf Jahre. Mittleres Haus mit 200 Betten und Standard-Paket plant 500.000–800.000 Euro. Große Klinik mit 500+ Betten und Full-Stack rechnet mit 1,5–2,5 Millionen Euro. Alle Angaben umfassen Lizenz, Implementierung, Schulung und fünf Jahre Betrieb. Individuelle Angebote sind erforderlich.
Wie sicher sind Patientendaten wirklich?
Sehr hoch, aber nicht perfekt. ISO 27001, BSI C5, TÜV-zertifizierter TI-Konnektor und DSGVO-Konformität bilden die Basis. Deutsche Rechenzentren garantieren physische Kontrolle ohne globale Cloud-Abhängigkeit. 24/7-SOC-Überwachung, Firewall, IDS/IPS und SIEM schützen aktiv. End-to-End-Verschlüsselung in Transit und at-rest sichert Daten. Kein System ist aber 100% sicher – menschliche Fehler und Zero-Day-Exploits bleiben Restrisiken. THS bietet Managed Security, interne IT muss aber auch Best Practices befolgen.
Welche Hausgrößen passen optimal?
50–500 Betten sind ideal. Darunter wird THS teuer pro Bett durch Fixkosten. Über 1.000 Betten (Universitätskliniken) benötigen oft tiefere KIS-Integration und umfassendere OP-Suites, dann sind Epic oder ORBIS als Primärsysteme besser. THS eignet sich aber auch für große Häuser als Infrastruktur-, Security- und Integrations-Layer.
Wie realistisch sind Projektlaufzeiten?
6–18 Monate je nach Scope sind Standard. Schneller (3–6 Monate) funktioniert nur für TI-Konnektor allein oder einzelne Apps. Datenmigration aus Legacy-Systemen, Workflow-Design mit allen Stakeholdern und umfassende UAT plus Schulungen lassen sich nicht beschleunigen. Zu kurze Projekte erhöhen Fehler- und Ausfallrisiken dramatisch. Geduld und realistische Planung sind erfolgskritisch.
Was passiert mit unseren Bestandssystemen?
Sie bleiben bestehen. THS ist Integrationsplattform – ORBIS für klinische Dokumentation, Agfa PACS für Bilder werden weiter genutzt. THS verbindet alle über HL7, FHIR und DICOM und ergänzt um Netzwerk, Security und eHealth-Anbindung. Bei späterem ORBIS-Austausch wird ein separater KIS-Anbieter benötigt, THS bleibt Integrationspartner.
Wer sind die Hauptkonkurrenten?
Cerner ORBIS und CGM Clinical bieten tiefere klinische KIS-Funktionalität – THS ist Infrastruktur-Layer, nicht KIS-Ersatz. Microsoft Azure for Healthcare und Amazon AWS Healthcare punkten mit globaler Skalierung und niedrigeren Kosten. THS spezialisiert sich auf Deutschland, eHealth und KRITIS mit besserer Datensouveränität. Pure-Play-Security-Anbieter wie Palo Alto Networks liefern Top-Cybersecurity, aber keine integrierten Apps und Netzwerke. THS kombiniert Security, Apps und Netzwerk ganzheitlich.
Kann ich nur einzelne Module nutzen?
Ja, Modularität ist Kernstärke. TI-Konnektor allein, meona® ohne Cloud (On-Premise), Mobile Pflege-App einzeln oder nur Telemedizin – alles möglich. Je weniger Module genutzt werden, desto schwächer wird aber der Integrations-Mehrwert. THS glänzt im Gesamtpaket durch Synergien zwischen Modulen und einen zentralen Ansprechpartner für alle technischen Belange.
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