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E-Health II-Gesetz Zeitplan Medikationsplan 2017/2018

E-Health II-Gesetz

Anwendungen, die Ärzte sowohl bei der Diagnose als auch bei der Therapieentscheidung unterstützen, sind die maßgeblichen Entwicklungen im Gesundheitswesen der Zukunft.

Schon seit längerem werden Stimmen laut, die es für problematisch erachten, wie vielen Menschen in den vergangenen zwölf Jahren nicht geholfen werden konnte, weil die Digitalisierung des Gesundheitswesens nicht vorangebracht wurde. Zuletzt hat der 121. Deutsche Ärztetag in Erfurt einmal mehr deutlich gemacht, dass es dringend ein erweitertes E-Health-Gesetz II braucht. Denn die bisherigen Gesetzmäßigkeiten reichen nicht aus, um zeitnah hochwertige medizinische Anwendungen flächen­deckend im Rahmen der digitalen Gesundheitsversorgung nutzbar machen zu können. Dabei zeigten sich die anwesenden Ärzte mehr als bereit, sich konstruktiv einzubringen und unterbreiteten für die Neuerung viele Vorschläge und Ideen.

Die große Koalition leitete nun endlich Schritte ein, die die Digitalisierung im Gesundheitsbereich voranbringen sollen: Das neue E-Health-Gesetz II soll bis zum Jahresende vorliegen. Für die dringend benötigte flächendeckende Digitalisierung des Gesundheitssektors – und damit für die Stärkung der E-Health Infrastruktur in Deutschland – werden Ende des Jahres 2018 einschneidende Neuerungen verabschiedet. In diesen Neuerungen sollen die dringenden Anliegen der Ärzteschaft aufgenommen und gesetzlich verankert werden.

Ge­sund­heits­mi­nis­ter Jens Spahn von der CDU unterstützt die schnellere Digitalisierung in der Medizin und warnt eindringlich vor weiteren Verzögerungen und Beschränkungen innovativer Ideen: „Wir setzen die Standards, aber danach muss es Freiheit für Entwicklungen am Markt geben“, so der Ge­sund­heits­mi­nis­ter. Doch nicht nur die Beschränkung zukunftsträchtiger Lösungen sind ein Problem in der Durchsetzung einer digitalen Gesundheitsinfrastruktur. Hinzukommt, dass die Akzeptanz sowohl bei den Leistungserbringern als auch bei den Patienten gestärkt werden muss, denn bei der Digitalisierung geht es nicht darum, Dateien von A nach B zu senden, sondern darum, konkrete Verbesserungen in der Versorgung zu erreichen.

„Wenn wir das Wissen aus den Krankenhäusern nicht zum behandelnden Arzt aufs Land bekommen, wird das nichts“, betonte eine CDU-Politikerin.

Wir betonen: Nur mit einer sicheren digitalen Infrastruktur, an die alle Ärzte, Krankenhäu­ser, Apotheken und Versicherten angeschlossen sind, sind die Voraussetzungen für eine erfolgreiche zukunftsträchtige medizinische Versorgung gesichert.

Das neue E-Health-Gesetz II stellt demnach Ende des Jahres einen längst überfälligen, aber vielversprechenden Fahrplan für die flächendeckende Einführung der digitalen Infrastruktur bereit. Höchste Sicherheitsstandards im Gesundheitswesen und nutzbringende elektronische Anwendungen sollen hierbei im Zentrum der Neuerungen stehen.

In diesem Blogeintrag werden wir Ihnen zunächst die im E-Health-Gesetz I festgelegten Grundpfeiler für ein einheitliches, fortschrittliches digitales Gesundheitssystem vorstellen. Im nächsten Schritt gehen wir für Sie, auf diesen Erkenntnissen aufbauend, auf die bevorstehenden Neuerungen des E-Health-Gesetz II ein. Danach werden wir Ihnen eine innovative Praxissoftware vorstellen, die bereits heute das leistet, was nun auch endlich auf der politischen Ebene durchgesetzt werden soll.

Bereits mit dem ersten E-Health-Gesetz – welches am 21. Dezember 2015 in Kraft getreten ist – wurden erste Grundsteine für ein digitales und vernetztes Gesundheitswesen gelegt. Somit enthielt bereits das erste „Gesetz für sichere digitale Kommunikation und Anwendungen im Gesundheitswesen (E-Health-Gesetz)“ einen konkreten Fahrplan für die Einführung der digitalen Infrastruktur im Gesundheitswesen und nutzbringender Anwendungen auf der elektronischen Gesundheitskarte. Folgende Grundpfeiler wurden mit dem ersten E-Health-Gesetz aufgestellt:

  • Medikationsplan

Patienten können seit 2018 ihren bisher in Papierform erstellten Medikationsplan auf einer elektronischen Gesundheitskarte abspeichern. Jedoch bezieht sich diese Möglichkeit lediglich auf solche Patienten, die mindestens drei Medikamente gleichzeitig verordnet bekommen. Der Nutzen dieser Digitalisierung ergibt sich aus den schnelleren und besseren Austauschmöglichkeiten der Medikamentendaten zwischen verschiedenen Ärzten und anderen medizinischen Fachangestellten. Aus den verbesserten Austauschmöglichkeiten wiederrum resultiert eine Verbesserung der Medikation des Patienten.

  • Elektronischer Arztbrief

Seit dem Inkrafttreten des Gesetzes erhalten Ärzte erstmalig die Möglichkeit einen elektronischen Arztbrief mit  dem sogenannten eArztausweis zu signieren, diesen danach zu versenden und dafür eine entsprechende Vergütung beziehungsweise Entlohnung zu erhalten.

  • Videosprechstunden

Das Gesetz führte darüber hinaus für Ärzte bestimmter Fachrichtungen die Erlaubnis zur Durchführung und Abrechnung von Videosprechstunden ein. Diese Erlaubnis bezieht sich jedoch lediglich auf bestimmte Indikationen der Patienten.

  • Elektronische Patientenakte und Elektronisches Patientenfach

Weiterhin wurde in dem Gesetz festgelegt, dass die elektronische Gesundheitskarte (eGK) ab dem 1. Januar 2019 dazu geeignet sein muss, die Patientendaten – dazu gehören Daten über Diagnosen, Therapiemaßnahmen, Behandlungsberichte aber auch zu durchgeführten Impfungen – zum Zwecke einer einrichtungsübergreifenden Dokumentation über den Patienten, zu erheben, zu verarbeiten und entsprechend zu nutzen. Diese Möglichkeit können bis dato jedoch nur diejenigen Personen in Anspruch nehmen, die einen elektronischen Praxisausweis besitzen.

  • Notfalldatenspeicherung

Seit dem 1. Januar 2018 ist es außerdem möglich, auf Wunsch des Patienten notfallrelevante medizinische Informationen – darunter fallen beispielsweise persönliche Daten wie die Blutgruppe, der Impfschutz, Allergien oder Vorerkrankungen –  auf der elektronischen Gesundheitskarte festzuhalten.

  • Telematik-Infrastruktur

Mit dem E-Health-Gesetz wurde der gematik – der Gesellschaft für Telematikanwendungen der Gesundheitskarte mbH – sowie der Industrie weiterhin ein Zeitfenster für die bundesweite Einführung der Telematik-Infrastruktur vorgegeben: Das E-Health Gesetz sieht vor, dass bis Ende 2018 alle Arztpraxen und Krankenhäuser flächendeckend an die Telematik-Infrastruktur angeschlossen sein sollen.

  • Versichertenstammdatenmanagement (VSDM) und Prüfung des Versicherungsnachweises

Neuerungen im Versichertenstammdatenmanagement beziehen sich auf die Online-Prüfung sowie die Aktualisierung von Gesundheitsdaten der Patienten. Persönliche Daten – wie beispielsweise der Wohnortwechsel eines Patienten – können mit diesem Beschluss automatisch in der Patientenakte des Arztes aktualisiert werden. Darüber hinaus kann geprüft werden, ob der Patient immer noch Mitglied seiner angegebenen Krankenkasse ist. Damit der Arzt diese neuen Möglichkeiten wahrnehmen kann, braucht er jedoch einen elektronischen Praxisausweis. Ab dem 1. Januar 2019 ist die Verwendung eines solchen Praxisausweises nach dem E-Health-Gesetz I Pflicht. Bei Nichtverwendung droht den Vertragsärzten eine Honorarkürzung um ein Prozent.

 

Die Neuerungen des E-Health II-Gesetzes

Mit dem neuen E-Health II-Gesetz sollen die im ersten E-Health-Gesetz aus dem Jahr 2015 festgelegten Beschlüsse neuen Aufwind erhalten. Es gilt also im Zuge des neuen Gesetzes die digitale Infrastruktur weiter voranzutreiben und die vielen mangelhaft oder bisher gar nicht umgesetzten Bestrebungen des ersten Gesetzes aktiv anzugehen. Die wichtigsten Neuerungen und Überarbeitungen haben wir im Folgenden für Sie zusammengefasst.

Die Neuerungen auf einen Blick:

  • Ein Rechtsanspruch der gesetzlich Kranken­versicherten auf eine diskriminierungsfreie Wahl einer elektronischen Patientenakte und eines elektronischen Patientenfachs (ePA/ePF) soll verabschiedet werden
  • die Technik der elektronischen Gesundheitskarte(eGK) soll aufgrund neuer und geänderter technischer Möglichkeiten auch auf andere Medien – wie beispielsweise das Smartphone – erweitert werden
  • der elektronische Medikationsplan und das digitale Notfalldatenmana­gement (NFDM) sollen flächendeckend eingeführt werden
  • VDMS soll flächendeckende Vernetzung etablieren

Mit dem E-Health II-Gesetz soll nun endlich die flächendeckende Einführung der elektronischen Patientenakte kommen. Nur diese kann einen nachhaltigen Zugang für eine einheitliche Gesundheitsversorgung schaffen. Dabei wird die elektronische Patientenakte für die Patienten einseh­bar gemacht. So sind die Patienten mit der elektronischen Patientenakte und dem Patien­tenfach besser über ihre Diagnosen und Therapien informiert und erhalten gleichzeitig die Möglichkeit, selbstständig Daten an ihren jeweiligen Arzt zu übermitteln. Hinterlegt werden soll sie jedoch aus Sicherheitsgründen bei der gematik. Das neue Gesetz sieht dabei auch einen entsprechenden Rechtsanspruch der Versicherten auf eine freie Wahl ihrer ePA/ePF gegenüber der Krankenkasse vor. Dieser Rechtsanspruch soll also dem Versicherten die Wahlmöglichkeit bieten, sich für einen ePA-Anbieter seiner Wahl – Krankenkasse, Ärztenetz oder eines anderen Anbieters – zu entscheiden.

Auch bezüglich der Gesundheitskarte werden sich mit dem neuen Gesetz einige Änderungen ergeben. Denn die auf der Gesundheitskarte gespeicherten Notfalldaten können Leben retten: so kann ein Medikationsplan lebensgefährliche Wechselwirkungen verhindern und die Telemedizin mobil einge­schränkte Menschen unterstützen. Die Technik der elektronischen Gesundheitskarte (eGK) soll entsprechend auf weitere Medien – wie beispielsweise das Smartphone – ausgeweitet werden.

Weiterhin sollen mit dem neuen E-Health Gesetz nun auch endlich die beiden Tools des elektronischen Medikationsplans und des Notfalldatenmana­gements (NFDM) flächendeckend eingeführt werden. Dass die Einführung der Telematik-Infrastruktur bisher viel zu lang gedauert hat, bringt uns zu einem weiteren Vorhaben des neuen Gesetzes: So soll nun auch gesetzlich festgelegt werden, dass mit Hilfe des Versichertenstammdatenmanagements die Vernetzung der Ärzte flächendeckend etabliert wird.

 

Die anstehenden Neuerungen des E-Health-Gesetzes II zeigen eindrücklich den enormen Nachholbedarf bei der Digitalisierung im Gesundheitsbereich. Einige Experten setzen in der vorherrschenden Situation jedoch innovative Maßstäbe und zeigen, welche Vorzüge ein zukunftsträchtiges digitalisiertes Gesundheitssystem haben kann. Zu diesen Experten gehört unter anderem die Doc Cirrus GmbH mit Sitz in Berlin. Ihre durchdachten und leistungsstarken Lösungen vernetzen schon heute Ärzte, Patienten und Partner und sind damit sowohl funktional als auch sicherheitstechnisch führend in der deutschen Gesundheitsbranche. Kernprodukt ihrer Arbeit ist dabei die KBV-zertifizierte Praxissoftware „inSuite“, die auf einem Hybrid Cloud Prinzip basiert. Im Folgenden stellen wir Ihnen lediglich einige ausgewählte Komponenten der innovativen Lösung der Doc Cirrus GmbH vor, die bereits jetzt alle Weichen für die Erfüllung des neuen E-Health II-Gesetz gestellt hat:

  1. Die Doc Cirrus Praxis-Software gewährleistet eine rechtssichere Dokumentation all Ihrer Abläufe, Abrechnungen oder Kontaktaufnahmen punktet mit ihrer rechtssicheren Protokollierung aller Prozesse von der Patientenaufnahme bis hin zum Behandlungserfolg.

 

  1. Mit der inSuiteSoftware von Doc Cirrus bleiben Sie stets auf dem neuesten Stand: Die Digitalisierung macht Neuentwicklungen und Verbesserungen in der Software-Branche innerhalb kürzester Zeit möglich und nötig. Die flexible Lösung Software bietet Ihnen entsprechend kostenlose und regelmäßige Updates an, um Ihre medizinische Einrichtung mit Hilfe neuester Technikstandards nachhaltig unterstützen zu können. Die in den meisten Fällen automatisch ablaufenden Updates befreien Sie darüber hinaus von zeitraubenden IT-Angelegenheiten. Die leistungsfähige Software schraubt ihren Wartungs- und Administrationsaufwand somit auf ein Minimum herunter.

 

  1. Mit der leistungsfähigen Praxis-Software finden Sie alle Informationen über einen Patienten übersichtlich aufgeführt und innerhalb weniger Klicks. Zahlreiche Hilfsfunktionen sorgen dabei für eine schnelle und effektive Datenerfassung und -verarbeitung.

 

  1. Die im Rahmen des neuen E-Health II-Gesetzes vorgestellten Zukunftsvisionen von einheitlichen Patienten- und Fallakten, auf die alle medizinischen Einrichtungen gleichermaßen Zugriff haben, werden mit der Doc Cirrus Software bereits heute zur Wirklichkeit. Denn die Lösung liefert leicht bedienbare digitale Patienten- und Fallakten, in denen sich Ihre patientenbezogenen Leistungen von der Diagnose über Befunde, Labordaten bis hin zu Verordnungen – ausführlich und rechtssicher dokumentieren lassen, direkt mit. Die Patienten- und Fallakten ersparen Ihnen also nicht nur den enormen Arbeitsaufwand, den herkömmliche, analoge Verwaltungssysteme mit sich bringen, sondern schaffen gleichzeitig die Grundlage, für eine effiziente Vernetzung mit anderen medizinischen Einrichtungen zum Wohl der Gesundheit Ihrer Patienten.

 

  1. Die inSuite-Lösung ermöglicht Ihnen also bereits heute die Nutzung aller Vorteile, die eine digitalisierte Gesundheitsinfrastruktur der Zukunft mit sich bringen wird. Beispielsweise können Sie Ihren Patienten auch Online-Patientendienste in einem auf Ihrer Website integrierten Portal zur Verfügung stellen: So können sich Ihre Patienten unter anderem automatisch ihre voraussichtlichen Wartezeiten anzeigen lassen und von Ihnen genehmigte Einsichten in ihre elektronischen Patientenakten und persönlichen Dokumente erhalten. Auch die automatischen Online-Vergabe von Terminen ist ohne weiteres möglich.

Wie sich bereits angedeutet hat, wird die innovative Software von den Doc Cirrus-Experten aus Berlin bereits erfolgreich von zahlreichen Praxen, medizinischen Versorgungszentren und Ambulanzen sowie von stationären und intersektoralen Einrichtungen genutzt und eignet sich für fast alle im Gesundheitswesen tätigen Unternehmen. Wir können Ihnen diese ausgeklügelte Lösung also nur wärmstens ans Herz legen!

Wenn Sie sich für die zukunftssichere, Maßstäbe-setzende und stets auf Neuerungen eingehende Lösung interessieren, dann erhalten Sie mehr Informationen zu dieser, indem Sie uns einfach eine Anfrage senden. Wir beraten Sie kompetent und kostenlos und freuen uns, wenn wir Ihnen bei Ihrem Anliegen behilflich sein können. Mehr Informationen zu den weiteren Funktionen der Software finden Sie außerdem hier.